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XSL-FO Praxis
Daniel Koch
XSL-FO hat es nicht leicht. Denn entweder wird von XSL-FO gesprochen, wenn es sich gar nicht um XSL-FO handelt, oder es geht gleich in dem allgemeinen Begriff XSL unter.

Die beiden Autoren Ursula Welsch und Manfred Krüger räumen gleich zu Beginn ihres Buches mit Missverständnissen auf und zeigen den Lesern, was XSL-FO tatsächlich ist und was nicht. Weiter geht es mit der Vorstellung einiger FO-Formatierer, von denen die wichtigsten genannt werden. Besonders angenehm an dem vorliegenden Titel sind die präzise Sprache und die Beispiele, die sich tatsächlich auf das Wesentliche beschränken. Hieran schließt sich das Stylesheetdesign an. Die Autoren zeigen hier, wie Stylesheets aufgebaut werden, ohne dabei die Möglichkeiten eines modularen Stylesheet-Aufbaus zu vergessen.

Nach diesem Einstieg wird die Definition von Seitenlayouts vorgestellt. Es stehen Themen wie Seitenränder, Positionierung des Satzspiegels und Seitenfolgevorlagen im Vordergrund. Damit sind die "XSL-FO-Grundlagen" dann auch bereits abgeschlossen und es geht an die typografische Gestaltung. In angenehm einfacher Manier werden nun die Aspekte Default, Vererbung und Schachtelung behandelt. Mit Kapitel 6 beginnen die Themen, die dann auch tatsächlich zu einer Anzeige im Ergebnisdokument führen. Die beiden Autoren widmen sich dabei zunächst den so genannten Besonderen Layout-Situationen, unter denen Aufzählungen, Kästen, Grafiken, Tabellen und Fußnoten verstanden werden. Darum, was die (Online)-Welt im Innersten zusammenhält, geht es im nächsten Kapitel. Denn anfangs wird dort gezeigt, wie sich Hyperlinks definieren lassen. Für gedruckte Publikationen spielt das zwar keine Rolle, wohl aber beispielsweise dann, wenn E-Books generiert werden sollen. Das 9. Kapitel widmet sich der Frage, was eine Publikation eigentlich ohne Inhalts- und Stichwortverzeichnis Wert wäre. Gerade in diesem Bereich hat XSL-FO allerdings so viele Optionen zu bieten, dass die alle nicht einmal ansatzweise in dem Buch vorgestellt werden könnten.

Richtigerweise haben sich Welsch und Krüger daher dazu entschlossen, sich auf einige Anwendungsbeispiele zu konzentrieren. So bekommt man einen Eindruck von den Möglichkeiten, die verfügbar sind und kann seine ersten eigenen Verzeichnisse erstellen.

Als Leser verlässt man das Buch mit dem guten Gefühl, auf 111 Seiten viel über XSL-FO erfahren zu haben. Der Kauf des Buches lohnt also allemal. Die Autoren setzen – übrigens völlig richtig – Kenntnisse in XSLT und XPath voraus. Wer die hat, wird mit dem Gebotenen mehr als zufrieden sein.



Autor: Manfred Krüger, Ursula Welsch
Verlag: entwickler.press
ISBN: 978-3-939084-62-4

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