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WordPress
Stefan Blanz
Vladimir Simovic hat die zweite Auflage seines Praxisbuchs aufgelegt, dieses Mal mit Unterstützung seiner Frau Thordis Bonfranchi-Simovic. In der Besprechung der ersten Auflage (PHP Magazin, Ausgabe 2.08) haben wir darauf hingewiesen, dass auf die Frage, was WordPress überhaupt sei, meistens die Antwort "ein Blog eben" oder "eine Social-Blog-Software" komme. Gleichzeitig haben wir damals bedauert, dass die Wahrnehmung und Anleitung von WordPress als CMS meistens zu kurz käme. Neben üblichen Anpassungen in Hinblick auf neuere Versionen und Ähnliches in den Einsteigerkapiteln, haben die Autoren genau diesem Thema "WordPress als CMS" ab der zweiten Auflage einen eigenen Teil gewidmet. Damit tragen sie einer aktuellen Entwicklung Rechnung, die das Tool zunehmend als multiples Werkzeug etabliert, ohne die Vorzüge von Blogs aufgeben zu müssen. Und bezeichnenderweise wurde das Kapitel "Plug-ins" am umfangreichsten ausgebaut. Ohne solche ist eine Nutzung von WordPress als CMS nicht realistisch, wenn man sich die Übersichtlichkeit einer schlanken, gut wartbaren Software erhalten will. Das Autorenteam präsentiert in diesem neuen Kapitel zwei Praxisbeispiele, wie man WordPress ausschließlich auf der Basis stabiler Seiten (Pages) nutzt und wie konkrete Anforderungen durch einfache Anpassungen in den dazugehörigen Themes vorgenommen werden.

Das Buch wendet sich also an Webdesigner und Frontend-Entwickler, die – wie Vladimir – Web Worker sind und solche Erweiterungen oder "Umdeutungen" in ihren Kundenprojekten einsetzen wollen. Dass dabei viele Möglichkeiten unberücksichtigt bleiben, ist den beiden Autoren wohlbewusst und sie werden auch nicht müde, an geeigneter Stelle darauf hinzuweisen. Aber sie haben einen Anfang gemacht, bei dem noch dazu viele sprachliche Schwächen beseitigt wurden, was zumindest einem gequälten Germanistenherz recht zuträglich ist.

Spannend bei Projekten dieser Art bleibt die Frage, ob ein umfassendes WordPress-Buch für Profis überhaupt aussteht, schließlich – so behauptet zumindest ein Teil der Diskutierenden – könne man mithilfe von Google & Co. und den aufgefundenen Blogs auf alle denkbaren Fragen eine Antwort finden. Viele werden jedoch ungern auf den Schmökereffekt und auch die Lernmöglichkeiten durch Bücher verzichten wollen. Ob die Reduktion von Wissen auf das Medium Internet wirklich so zukunftsträchtig ist, sei vorerst dahingestellt. Wir sind sicher, Vladimir und Thordis werden ihre Antwort darauf finden.



Autor: Vladimir Simovic und Thordis Bonfranchi-Simovic
Verlag: mitp-Verlag
ISBN: 978-3-8266-5502-9

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