Donnerstag, 17. Mai 2012

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Test-driven JavaScript Development
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In der PHP-Welt sind Unit Tests, kontinuierliche Integrationsumgebungen, z. B. Hudson oder CruiseControl, und ebenso Test-driven Development längst bekannte und etablierte Tools bzw. Techniken. Somit ist es in vielen Projekten nicht selten der Fall, dass die Testabdeckung des Quellcodes genau da aufhört, wo die clientseitige Implementierung beginnt. Das im vergangenen Herbst erschienene Buch "Test-driven JavaScript Development" setzt genau an dieser Stelle an und möchte dem Leser Mittel und Wege aufzeigen, um qualitativ hochwertigen, testbaren JavaScript-Code zu schreiben. Der Autor Christian Johansen beschreibt sein Buch selbst mit den Statements This book is about programming JavaScript for the real world. It is about JavaScript that works, about writing modular and testable code. Dabei unterteilt Johansen das Buch in vier große Themengebiete, die nach Aussage des Verfassers auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Diese Themengebiete sind jeweils noch in Kapitel unterteilt.

Als soliden Einstieg erfährt der Leser im ersten großen Part, Test-driven Development, warum automatisierte Tests in jedem Softwareprojekt hilfreich sind und wie testgetriebene Softwareentwicklung in der Praxis aussehen kann. Das zweite große Themengebiet, JavaScript for Programmers, erklärt sehr ausführlich das wichtigste zu Funktionen und Closures sowie das Konzept der prototypbasierten Vererbung in JavaScript. In einem Exkurs in Kapitel acht wird die Zukunft von JavaScript durch die ECMAScript-5-Spezifikation betrachtet.

Das Herzstück des Buchs ist der dritte große Abschnitt, Real-World Test-driven Development. In fünf Kapiteln zeigt der Autor an unterschiedlichen Beispielen, wie der in den vorherigen Seiten beschriebene Test-driven-Design-Prozess in der Praxis umgesetzt werden kann. Dabei begrenzt Johansen die Beispiele nicht nur auf clientseitiges JavaScript, in Kapitel 14 wird auch auf serverseitiges JavaScript mit Node.js eingegangen. Der gezeigte Quellcode der jeweiligen Kapitel baut aufeinander aus, sodass am Ende des letzten Kapitels eine große, auf JavaScript basierende Chatanwendung entstanden ist. Der letzte, etwas kleinere Themenblock, Testing Patterns, kann gut und gerne als Best Practice angesehen werden. Hier geht Christian Johansen ausführlich auf die Möglichkeiten des Mocking und Stubbing ein und gibt Tipps, wie man gute Unit Tests schreibt.

Obwohl das Buch "Test-driven JavaScript Development" von Christian Johansen nur auf Englisch erhältlich ist, lässt es sich gut lesen und ist zu keiner Zeit schwierig zu verstehen. Man merkt dem Autor an, dass er sehr viel vom Fach versteht, an vielen Stellen werden immer wieder kurze Erklärungen zu verschiedenen Problemstellungen und möglichen Stolpersteinen gegeben. Obwohl laut Christian Johansen die großen Themengebiete unabhängig voneinander gelesen werden können, rate ich davon ab. Gerade das Herzstück des Buchs, Real-World Test-driven JavaScript Development, baut doch sehr stark auf dem zweiten Themenblock, JavaScript for Programmers, auf bzw. nutzt exzessiv die dort besprochenen Techniken. Johansen legt sich sehr früh im Buch für JsTestDriver als Tool fest und verwendet in seinen Beispielen auch ausschließlich dieses Werkzeug. Somit lernt der Leser nicht nur die Einsatzgebiete kennen, sondern sieht auch anhand der gut gewählten Beispiele im dritten Themenblock, wie Test-driven Development im wirklichen Leben praktiziert werden kann.

Wer auf der Suche nach einem aktuellen JavaScript-Buch ist und nach Möglichkeiten sucht, auch die Testabdeckung seines clientseitigen Quellcodes zu erhöhen, kann bei diesem Buch getrost zugreifen. Die hier gezeigten Techniken und Tools können jedes Projekt bereichern.

Martin Ruprecht


Autor/in: Christian Johansen
Verlag: Addison Wesley
Seitenzahl: 600
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 33,95 Euro
ISBN: 978-0-3216-8391-5



Kommentare

Gravatar v-Light 29.06.2011
um 19:25 Uhr
Ich nehme an, das Buch ist in Englisch, ja ? #zitieren
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