Bereits seit 13 Jahren erscheint das "Annual Multimedia – Jahrbuch für Digital Marketing". Auch für die aktuelle Ausgabe 2008 hatte der Walhalla u. Praetoria Verlag wieder Agenturen, Designer, Unternehmen und Studierende dazu aufgerufen, ihre Multimedia-Produktionen einzureichen. Unter den Einsendungen wählte eine Jury schließlich jene Arbeiten aus, die im vorliegenden neuen Band veröffentlicht wurden. Insgesamt 18 Einreichungen befanden die elf Juroren dabei als herausragend und zeichnete sie gesondert aus.
Das "Annual Multimedia" gliedert sich in vier Bereiche: Auf einen zehn Beiträge umfassenden redaktionellen Teil folgt die Präsentation der ausgewählten Arbeiten. Dabei werden die nicht-kommerziellen und studentischen Multimedia-Applikationen separat und nach den kommerziellen Produktionen vorgestellt. Vervollständigt wird das Jahrbuch durch die Dienstleistungsprofile namhafter Multimediaagenturen und einen abschließenden Registerteil.
Der redaktionelle Teil des Jahrbuchs kann mit durchweg interessanten Beiträgen kompetenter Autoren aufwarten. Allgemeine Betrachtungen, die die Entwicklungen und Auswirkungen des World Wide Webs reflektieren, wechseln sich hier ab mit spezifischen Einlassungen zu Onlinerecht, Onlinemarketing und E-Business. Allerdings erscheint die Auswahl der Texte manchmal etwas erklärungsbedürftig. So wirken beispielsweise zwei Artikel, die sich mit der Zukunft des Journalismus auseinandersetzen, in einem Jahrbuch, das sich vorrangig dem Thema Marketing widmen will, nicht ganz passend. Auch der Beitrag "Sechzig Plus – Jenseits von Offline", der mit sehr gestellt wirkenden Bildern älterer Herrschaften samt Notebook daherkommt, ist überflüssig.
Unter den ausgewählten Multimedia-Produktionen im zweiten Teil des Bandes, befinden sich 33 Websites, 38 Microsites, zehn Portale sowie sechs Blogs. Desweiteren sind auch 19 Banner, elf Arbeiten aus dem Bereich Events/Games, eine Desktop-Applikation und drei mobile Anwendungen im Jahrbuch abgedruckt. Sechs Terminals, zwei Newsletter, eine DVD und vier Beiträge von Studierenden wurde ebenfalls die Ehre zuteil, jeweils auf einer Doppelseite präsentiert zu werden. Die Titel der vertretenen Arbeiten reichen vom "Wet T-Shirt Worldcup" bis zum "IKK Mitgliederportal". Neben den jeweiligen Auftraggebern werden auch sämtliche an der Produktion maßgeblich beteiligten Personen genannt. Platz finden überdies auch die mit der Produktion verbundenen Zielsetzungen und eine kurze Einschätzung des durch die Multimedia-Maßnahme erzielten Erfolgs. Manche Produktionen wurden zudem mit lobenden Kommentaren der Jury versehen.
Keine Frage: Sämtliche der im Jahrbuch berücksichtigten Anwendungen haben dies absolut verdient. Auch die von der Jury ausgezeichneten Produktionen heben sich tatsächlich vom übrigen Rest ab. Dominierend sind bei Auftraggebern wie auf Seiten der Produzenten die "großen" Namen. "No Names" finden sich vor allem bei den studentischen Arbeiten.
Fazit: Das Jahrbuch "Annual Multimedia 2008" kann den Anspruch, gelungene Multimedia-Produktionen des vergangenen Jahres zu präsentieren, weitgehend erfüllen. Auch bei Gestaltung und Verarbeitung des Bandes bleiben kaum Wünsche offen. Insgesamt macht sich die langjährige Erfahrung des Verlags bei Konzeption und Herstellung der Publikation positiv bemerkbar.














