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Offene Ports mit nmap lokalisieren
In Zeiten wie diesen sollten Sie den eigenen Rechner, beziehungsweise das eigene Netzwerk, mit Argusaugen überwachen. Deshalb ist es eine gute Idee, hin und wieder einen Portscan durchzuführen, um herauszufinden, wo Angreifer ansetzen könnten. Als Faustregel gilt, dass nur Ports offen sein sollten, die tatsächlich benötigt werden; d.h. Dienste wie Telnet, FTP und Http (falls Sie keine Website betreiben) sollten für Anfragen von „draussen“ nicht erreichbar sein.
Unter Linux steht für Portscans nmap bereit; das Programm ist bereits an Bord. Seit einiger Zeit gibt es sogar eine GUI-Variante namens xnmap. Achtung: Sie benötigen für die meisten Scans root-Rechte. Checken Sie zuerst, ob nmap installiert ist:
[ich@localhost] which nmap /usr/bin/nmap
Nähere Angaben zu nmap erhalten Sie mit man nmap. Die einfachste Form eines nmap-Aufrufs sieht so aus:
[ich@localhost] nmap localhost ... Port State Service 22/tcp open ssh Nmap run completed -- 1 IP address (1 host up) scanned in 0 seconds
Die Ausgabe besagt, dass Port 22 (der Dienst SSH) auf localhost offen ist. Natürlich können Sie nmap mit Hilfe diverser Schalter weitaus mehr Informationen entlocken; loggen Sie sich deshalb als root ein und probieren Sie das Folgende:
[root@localhost]# nmap -v -sS -O localhost The SYN Stealth Scan took 2 seconds to scan 1601 ports. For OSScan assuming that port 13 is open and port 1 is closed and neither are firewalled Insufficient responses for TCP sequencing (1), OS detection may be less accurate Interesting ports on localhost.localdomain (127.0.0.1): ... Port State Service 13/tcp open daytime 22/tcp open ssh 25/tcp open smtp 80/tcp open http 443/tcp open https 631/tcp open ipp 3306/tcp open mysql Remote OS guesses: Linux Kernel 2.4.0 - 2.5.20, Gentoo 1.2 linux (Kernel 2.4.19-gentoo-rc5), Linux 2.5.25 or Gentoo 1.2 Linux 2.4.19 rc1-rc7)
Ein Wort zu den verwendeten Optionen: der Schalter -v (v=verbose) verhilft nmap zu einer „geschwätzigen“ Ausgabe. Mit dem Schalter -s (für SYN-Stealth-Scan) wird nmap veranlasst, einen „verdeckten“ Scan zu starten – täuschen Sie sich jedoch nicht, moderne IDS-Systeme (IDS=Intrusion Detection System) sind durchaus in der Lage, solche Aktivitäten zu erkennen. Der Schalter -O bewirkt hingegen, dass Sie überdies einen OS-Fingerprint erhalten (der oft richtig ist). Abschließend ein Tipp: manchmal erscheint auch Port 6000 (der Port für den X-Server) in der nmap-Ausgabe. Das hat historische Gründe und ist heutzutage aber nicht mehr erforderlich. Sie können beim Start des X-Servers verhindern, das dieser auf Port 6000 „lauscht“. Auf der Konsole geht das so:
startx -- -nolisten tcp
Viel Spass.
Thomas Kaufmann
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