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Weniger Tipparbeit mit alias
Sehr hilfreich ist der alias-Befehl. Gesetzt den Fall, Sie verwenden häufig das Kommando clear (dient zum Löschen des Konsolen-Bildschirms); mit Hilfe eines Alias kürzen Sie den Befehl ab:
alias c='clear'
Fortan wird nur c eingetippt, um das Konsolen-Fenster zu löschen. Falls Sie die Einstellung dauerhaft machen möchten, speichern Sie die oben stehende Zeile einfach in .bashrc (befindet sich im Home-Verzeichnis) ab. Ein weiteres Beispiel:
alias l='ls -laht'
Dieses Zeile passt das Kommando ls (listet Verzeichnis-Inhalte) an eigene Bedürfnisse an. Die verwendeten Optionen: der Schalter l sorgt für ein langes Listing-Format (Angabe der Rechte etc.), der Schalter a zeigt versteckte Dateien, h kümmert sich um eine besser lesbare Größenangabe bei Dateien und t liefert schlussendlich die Modifizierungs-Zeit. Es ist zudem möglich, einem Alias zusätzlich Optionen hinzuzufügen:
ich@meinrechner> l -r insgesamt 73 drwxr-xr-x 20 ich users 496 2005-07-11 15:15 .. -rw-r--r-- 1 ich users 365 2005-07-13 23:18 dns1.pl~ -rw-r--r-- 1 ich users 297 2005-07-13 23:26 dns1.pl
Diese Vorgehensweise ist praktisch, wenn ein Alias grundsätzlich nicht geändert werden soll, aber eine bestimmte Option vorrübergehend benötigt wird. Falls Sie alias ohne Argumente aufrufen, erhalten Sie eine Liste sämtlicher Definitionen:
ich@meinrechner> alias alias +='pushd .' alias -='popd' ...
Selbstverständlich ist es möglich, Definitionen mit unalias rückgängig zu machen. Um beispielsweise einen Alias für ps (listet Prozesse) zu definieren, geben Sie Folgendes ein:
ich@meinrechner> alias p='ps aux'
Und so machen Sie die Definition wieder ungültig:
ich@meinrechner> unalias p ich@meinrechner> p bash: p: command not found
Vorsicht: wenn Sie unalias -a verwenden, werden sämtliche Alias-Definitionen gelöscht!
Viel Spass.
Thomas Kaufmann
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