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01.03.2007
About Security #95: Virtuelle Private Netze - IPsec anschaulichIn dieser Folge wird ein Beispiel zum Einsatz der
IPsec-Protokolle dargestellt. Nachdem mit IKEv2 (wie in About Security #94 beschrieben)
eine Sicherheitsassoziation ausgehandelt wurde, muss ggf. die Security
Policy Database (SPD) angepasst werden. Dies ist (wie in About Security #92 erwähnt) nicht die Aufgabe von IKE, sondern eigener Protokolle.
IKE-Implementierungen können es jedoch trotzdem übernehmen. Die
in den Traffic Selectors übertragenen Informationen können dann
zur Aktualisierung der SPD verwendet werden, ansonsten erlauben sie die
Kontrolle der Übereinstimmung der SPD-Einträge. Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass die in der SPD gespeicherten Security
Policies korrekt sind. Ob mit oder ohne Anpassung ist dabei unerheblich.
Damit können alle in Zukunft übertragenen Pakete bei Bedarf durch
IPsec-Protokolle geschützt werden.
Da zwei Gateways miteinander verbunden sind, wird IPsec im Tunnelmodus betrieben. Die Kommunikationspartner prüfen bei jedem ein- und ausgehenden Paket anhand von Quell- und Zieladresse und Protokoll, wie mit dem Paket zu verfahren ist. Enthält der zuständige SPD-Eintrag die Anweisung 'PROTECT' wird das Paket entsprechend der zugehörigen SA behandelt. N E U ! Security aktuell ESP im Tunnelmodus Ursprüngliches IPv4-Paket:
IPv4-Paket mit ESP im Tunnelmodus:
Im Protokollfeld des neuen IP-Headers wird als 'Next Header' ESP eingetragen und damit auf das transportierte ESP-Paket (grau markiert) verwiesen (siehe die (*)-Markierungen). Der ursprüngliche IP-Header sowie TCP-Header und -Payload werden mit AES-128 verschlüsselt in den Datenbereich des ESP-Pakets kopiert. Im 'Next Header'-Feld des ESP-Headers wird IP eingetragen und damit auf das in ESP transportierte IP-Paket verwiesen (siehe die (**)-Markierungen). Schutzmaßnahmen: Der ursprüngliche IP-Header, TCP-Header und -Payload, Padding, 'Padding Length'- und 'Next Header'-Feld werden mit AES-128 verschlüsselt (blau markiert), die verschlüsselten Daten sowie das SPI- und Sequenznummer-Feld danach durch mit SHA1 berechnete Authentifizierungsdaten vor unerkannten Änderungen geschützt (gelb markiert). AH im Tunnelmodus IPv4-Paket mit AH im Tunnelmodus
Im Protokollfeld des neuen IP-Headers wird als Protokoll AH eingetragen und damit auf das transportierte AH-Paket (grau markiert) verwiesen. Der ursprüngliche IP-Header sowie TCP-Header und -Payload werden unverändert in den Datenbereich des AH-Pakets kopiert. Im 'Next Header'-Feld des AH-Headers wird IP eingetragen und damit auf das im AH-Paket transportierte IP-Paket verwiesen. Schutzmaßnahmen: Alle außer den weiß markierten Feldern werden durch mit SHA1 berechnete Authentifizierungsdaten vor unerkannten Änderungen geschützt (gelb markiert). Transport- statt Tunnelmodus In der nächsten Folge wird ein weiteres VPN-Protokoll vorgestellt: PPTP, das 'Point-to-Point Tunneling Protocol'. Wenn Sie Fragen oder Themenvorschläge haben, können Sie diese gerne an die angegebene E-Mail-Adresse senden oder im Security-Forum einbringen! |
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