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19.04.2007
About Security #101: Diffie-Hellman- SchlüsselaustauschDer Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch wurde von Whitfield Diffie und Martin E. Hellman 1976 in ihrem Paper "New Directions in Cryptography" (PDF) vorgestellt, der ersten Arbeit über asymmetrische Kryptographie. Das britische 'Government Communications Headquarters' (GCHQ) behauptete 1997, schon davor das RSA- und Diffie-Hellman-Verfahren erfunden, aber geheim gehalten zu haben. Das ist durchaus plausibel, die Ehre gebührt aber üblicherweise dem, der etwas zuerst veröffentlicht. Siehe dazu auch Bruce Schneiers Crypto-Gram Newsletter vom 15. Mai 1998. N E U ! Security
aktuell Das Prinzip des Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschs besteht darin, dass sich die Kommunikationspartner über eine unsichere Verbindung je eine Nachricht zusenden, aus denen sie dann einen gemeinsamen Schlüssel berechnen können. Ein Dritter, der die Nachrichten belauscht, ist dazu nicht in der Lage. Das Verfahren ist allerdings unsicher, wenn der Dritte als Man-in-the-Middle die Nachrichten manipulieren kann. Mathematische BeschreibungIm Folgenden wird von zwei Kommunikationspartnern ausgegangen, den traditionellen Alice und Bob.
(*) g ist eine Primitivwurzel von p,
wenn sich alle Zahlen von 1
bis p-1 als Reste der Form
k und k' sind identisch,
denn es gilt Ein lauschender Angreifer (üblicherweise Eve genannt) kennt
zwar
p, g, A
und B, aber um den Schlüssel
k zu ermitteln, muss er das so genannte
Diffie-Hellman-Problem
lösen: Die Sicherheit des Verfahrens hängt entscheidend von der Größe von p ab. Außerdem sollte (p-1)/2 ebenfalls eine Primzahl sein. g kann beliebig groß gewählt werden, es muss nur eine Primitivwurzel modulo p sein. Es spricht nichts dagegen, das kleinstmögliche g zu wählen. Man-in-the-Middle-Angriff
Kann der Angreifer Mallory als Man-in-the-Middle die ausgetauschten
Nachrichten manipulieren, kann er den Schlüsselaustausch unterlaufen:
Er fängt die Nachrichten ab und sendet seinen eigenen Wert
Mallory fängt danach die symmetrisch verschlüsselten Daten ab, entschlüsselt sie mit dem zum jeweiligen Absender gehörenden Schlüssel und verschlüsselt sie vor dem Weiterleiten mit dem zum Empfänger gehörenden Schlüssel. Dabei kann er die entschlüsselten Daten beliebig manipulieren. Um diesen Angriff zu verhindern, müssen die ausgetauschten Nachrichten durch eine digitale Signatur oder einen Message Authentication Code authentisiert werden. Zwei Zahlenbeispiele1) Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch mit Lauscher
2) Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch mit Man-in-the-Middle
Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch mit mehr als 2 PartnernDas Protokoll lässt sich auch so erweitern, dass mehr als 2 Kommunikationspartner einen Schlüssel austauschen können. Im Folgenden wird das Verfahren für drei Partner, Alice, Bob und Carol, beschrieben. Entsprechend kann es auch auf mehr Partner erweitert werden.
Der geheime Schlüssel k ist In der nächsten Folge werden die schon mehrmals erwähnten Hashfunktionen vorgestellt. Wenn Sie Fragen oder Themenvorschläge haben, können Sie diese gerne an die angegebene E-Mail-Adresse senden oder im Security-Forum einbringen! |
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