![]() |
|
URL dieser Newsmeldung:
25.03.2008
Das Ende von Java im Web!Oder: Warum Community-getriebenen Dynamic Languages die Zukunft im Web gehört
Darum geht es aktuell in der Diskussion, die Andi Gutmans, PHP-Entwickler und Mitgründer von Zend, in seinem Blog angeregt hat. In dem Artikel Java is losing the battle for the modern Web. Can the JVM save the vendors? stellt Andi dabei einige recht interessante Thesen auf. Zunächst kurz zum InhaltZunächst einmal stellt Andi fest, dass Java ganz klar den Schritt ins Web verschlafen habe, insbesondere im Bereich der Business-Anwendungen. Gleichzeitig sei die LAMP-Architektur hier immer erfolgreicher geworden – gerade nach dem Platzen der .com-Blase habe sie mit ihrem niedrigen TCO punkten können. Wo stehen wir heute?Erwähnenswert ist auch, dass PHP dem Artikel nach heute einzigartig unter den Dynamic Languages ist (so man es denn hier hinzu rechnen möchte): Es passe wie ein Handschuh zum Web-Paradigma. Und verschiedene Umfragen hätten ebenso ergeben, dass rund 50 Prozent aller RIA-Entwickler PHP einsetzen würden. Ein Trend übrigens, der zunehmend auch durch den Einsatz von WordPress, Drupal, mediaWiki, sugarCRM & Co. gepusht werde. Und Java? Die Reaktion aus dem Java-Lager darauf, dass sich das Web ohne sie weiterentwickelt, sind JSF, Struts oder auch das Spring MVC – ganz nett, aber aus Andis Sicht werde hier das wesentliche Problem mit Java noch außer acht gelassen. Denn die strikte Typisierung und die Natur der komplexen Architektur haben zwingend eine (im Vergleich zur Entwicklung mit dem LAMP-Stack) längere Entwicklungszeit zur Folge; zudem würde man auch erfahrenere Entwickler benötigen, um eine Anwendung erfolgreich im Markt zu positionieren. IBMs Chief Architect für Project Zero sei denn auch einer der ersten gewesen, der öffentlich feststellte, dass man Java heute nur noch als reine Systemsprache ansehen könne – und es nicht sehr wünschenswert sei, um damit RESTful Web-Applications zu entwickeln. Eine Bankrotterklärung an Java. Damit habe es rund 10 Jahre gedauert, bis erstmals das schlechte ROI von Java im Web zugegeben wurde. KonsequenzenAndi sieht hier eine große Chance für die Dynamischen Sprachen. Zwar werde Java nun nicht gleich verschwinden – gerade im Bereich Enterprise IT und Business Critical Applications werden viele Anwender noch auf ihre gewachsenen Java-Strukturen bauen – jedoch wird ein bedeutender Marktanteil im Web Java vorenthalten bleiben. Die eigentliche Frage sei nun, ob sich der nicht-Microsoft-Markt im Web auf die neuen JVM-Implementierungen der Dynamischen Sprachen (Jython, JRuby) einschieße, oder gleich zum de-facto Standard LAMP-Stack übergehe. Für letzteren zählt Andi einige Vorteile auf:
FazitZusammenfassend kommt Andi Gutmans damit zu dem Schluss, dass die Dynamic Languages ganz klar zum Standard beim Web-Development werden. Die Frage sei jetzt nur noch, ob Microsoft oder die Java-Welt PHP einfach nur klonen werden, oder sich direkt auf PHP-Implementierungen konzentrieren. Ein JVM-Ansatz werde mit PHP in keinem Fall aufschließen können. Den kompletten, englischsprachigen Artikel und die daraus entstandene Diskussion können sie natürlich auch auf Andis Blog verfolgen. Für mehr Informationen rund um die Dynamic Languages ebenso lohnend – der Besuch der Dynamic Languages World 2008 ab dem 26. Mai in Karlsruhe. [rl] |
||
|