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10.04.2008
About Security #150: Schwachstellensuche: Zustandsinformationen (2)Bevor im nächsten Schritt URL-Parameter auf mögliche, zustandsbasierte Angriffe untersucht werden können, müssen zuvor bereits gefundene Schwachstellen beim Umgang mit Zustandsinformationen (siehe About Security #149) behoben werden. Das Grundproblem besteht dabei darin, dass die Zustandsinformationen auf dem Client gespeichert werden, wodurch sie von einem Angreifer manipuliert werden können. N E U ! Security
aktuell Um derartige Angriffe abzuwehrenn, kann also auf den alten
Grundsatz
"Traue nie dem Client" zurückgegriffen werden:
Informationen, die vom Benutzer und insbesondere einem Angreifer nicht
manipuliert werden dürfen, dürfen nicht auf dem Client
gespeichert werden. Zurückgegebene Werte müssen immer
geprüft werden. In diesem Fall auch darauf, ob es sich um erwartete
Werte handelt. Was manchmal ziemlich schwierig ist: Preise dürften
z.B. in den seltensten Fällen negativ werden, aber wie niedrig
dürfen sie denn sein? Dafür eine Regel aufzustellen, dürfte
in den allermeisten Fällen unmöglich sein. Um festzustellen, ob
der zurückgelieferte Preis korrekt ist, muss man ihn mit dem auf dem
Server gespeicherten Wert vergleichen. Dann kann man aber auch gleich
den
auf dem Server gespeicherten Wert verwenden, wodurch eine Manipulation
des
Clients durch den Angreifer zwecklos wird. Dasselbe gilt entsprechend
für die meisten anderen Einsatzzwecke auf dem Client gespeicherter
Zustandsinformationen: Wann immer es möglich ist, sollten
Informationen auf dem Server gespeichert werden. Manchmal ist es aber
trotz
aller Bedenken notwendig, Informationen auf dem Client zu speichern,
z.B.
im Fall von Session-IDs (auf die später eingegangen wird). Einen
vorgetäuschten Schutz bietet dabei die Verwendung kryptischer Namen
für die Parameter. Ein Name wie z.B. " Schritt 4b: URL-ParameterDer Vorteil der Übertragung der Zustandsinformationen über den URL besteht darin, das sie dann auch beim Anklicken eines normalen Links übertragen werden, während Formulare, egal ob mit oder ohne versteckte Felder, das Anklicken eines Buttons erfordern. Die in Links enthaltenen Parameter können vor dem Anklicken über die Statuszeile und nach dem Anklicken in der Adresszeile des Webbrowsers beobachtet werden, und auch die Manipulation kann direkt in der Adresszeile erfolgen. Ein Angreifer nutzt entweder die zuvor gesammelten Informationen oder beobachtet die Änderungen an den Parametern in dem URL, während er sich durch die Webanwendung klickt. Danach läuft ein Angriffe wie bei der Manipulation versteckter Felder ab: Was passiert, wenn ein Parameter manipuliert wird? Ein typisches Beispiel ist ein Parameter, über den bestimmte Daten ausgewählt werden, z.B. ein Benutzerprofil:
Was passiert, wenn der Wert für "
Evtl. gibt es auch Parameter, die aktuell gar nicht in dem URL
enthalten
sind, z.B. zum Einschalten der Ausgabe von Debug-Informationen. Die
könnte durch eine Parameter-Wert-Kombination wie
Die Gegenmaßnahmen gegen solche Angriffe beginnen wieder mit dem alten Lied "Traue nie dem Client", sprich: Alle Werte müssen vor ihrer Verwendung überprüft werden. Wie auch beim Schutz vor Angriffen über manipulierte Formularfelder kann die Verschlüsselung oder das Hashen der Werte den Angreifer zumindest behindern. Schritt 4c: Cookie-ParameterCookies sind die einzige Möglichkeit, Daten für längere Zeit auf dem Client zu speichern. Ein verbreiteter Anwendungszweck ist das Erkennen des betreffenden Benutzers bei einem erneuten Besuch, um ihn z.B. direkt eine personalisierte Version der Webanwendung zu präsentieren. Für einen Angriff, bei dem Cookies manipuliert werden, gibt es eine eigene Bezeichnung: Cookie Poisoning. Das ist ein Thema der nächsten Folge. Wenn Sie Fragen oder Themenvorschläge haben, können Sie diese gerne an die angegebene E-Mail-Adresse senden oder im Security-Forum einbringen! About Security – Übersicht zum aktuellen Thema "Schwachstellensuche – II. Zustandsbasierte Angriffe"
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