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01.03.2010

Eclipse e4 1.0 M4 - "Neuer Innovationsgeist für Eclipse"


Der vierte Meilenstein des Eclipse e4-Projekts ist erreicht. Auf dem Weg zur Veröffentlichung des Eclipse 4.0 SDKs Ende Juni 2010 ist das e4-Entwicklerteam wieder einen großen Schritt voran gekommen. Eine deutliche Wirkung auf die Community und die IT-Welt erhofft man sich mit Eclipse 4.0, so e4-Committer Tom Schindl im Interview mit dem Eclipse Magazin. Denn diese sei auch nötig, da Eclipse ohne e4 gegenüber der Konkurrenz unweigerlich wertvollen Boden verlieren würde:

Ich stelle die Behauptung auf, dass Eclipse ohne e4 als Java-IDE und natürlich große, auf der Eclipse-Plattform entwickelte RCP-Applikationen weiter bestehen würden. Eclipse RCP würde aber für neue Applikationen nicht mehr verwendet werden, und damit würde über längere Zeit gesehen auch der gesamten Eclipse-Plattform der Innovationsgeist verloren gehen. Tom Schindl

Wichtig werde es sein, so Tom Schindl weiter, dass die Kompatibilitätsschicht es ermögliche, API-clean 3.x-Plug-ins in e4 laufen zu lassen. Und gerade in diesem Punkt kann das aktuelle e4 M4 Release deutliche Fortschritte verzeichnen. Einige der Highlights des Releases seien hier herausgehoben:

Platform
  • Die Arbeiten am Compatibility-Layer, mit dem Eclipse 3.x-Plug-ins auch in Eclipse 4.0 lauffähig sein sollen, sind weiter vorangeschritten. Einige Views der Java- und Debug-Perspektiven sowie Java-Editoren sollen geöffnet werden können, Kontext-Menüs, Toolbars und andere Elemente sollen folgen. Eine neue Wiki-Seite zeigt, wie die Kompatibilitätsschicht zu beziehen und zu handhaben ist.
  • Die Compatibility-Workbench verfügt in ihrer Prototyp-Version bereits über das neue Styling, das auch für die reguläre Eclipse-Workbench zum Einsatz kommen soll. Interessant ist hier auch der Blick auf das e4 Visual Design Wiki, in dem alle Design-Entwürfe abgebildet sind.
  • Tabs lassen sich nun per Drag & Drop von einem Tab-Ordner zu einem anderen verschieben.

Resources
  • Mit dem neuen "Semantic File System" (SES) ist es möglich, mit Ressourcen zu arbeiten, die nicht auf einem Dateien-System basieren und z.B. im Internet oder einem anderen Netzwerk abgelegt sind. Hier ist auch eine Integration mit den Team-Funktionalitäten der Eclipse-Plattform möglich: geteilte Ressourcen über einen SFS Repository Provider, Synchronisation der Statusänderungen bei verteilten Entwicklerteams, Merge- und Compare-Funktionen.

e4 Visual Designer
  • Der neue e4-Projekt-Wizard hilft dabei, ein einfaches e4-Projekt anzulegen.
  • Neue Kontextmenüs wurden eingerichtet: in der Outline-View, um zu einer anderen Perspektive zu wechseln sowie in der Outline-View und im WYSIWYG-Editor, um den aktiven Part in einem PartStack zu verändern.

Innovationsgeist für Eclipse
Weitere Informationen zu Eclipse e4 1.0 M4 bietet das Dokument New & Noteworthy. Ein kostenfreier Download ist hier möglich. Der fünfte von insgesamt sechs geplanten e4-Meilensteinen wird am 9. April fällig.

Lassen wir zum Schluss nochmals Tom Schindl zu Wort kommen, mit seiner Antwort auf die Frage, welche Wirkung e4 aus seiner Sicht haben wird:

Ich glaube, e4 wird die Entwicklung von RCP-Applikationen vereinfachen und sie für einen neuen Benutzerkreis öffnen. Bei allen meinen Vorträgen in letzter Zeit war das Feedback immer sehr positiv und viele Entwickler warten schon darauf, e4 in ihren Applikationen zu verwenden. e4 wird Eclipse als Runtime-Plattform einen weiteren Push versetzen und natürlich auch den damit einhergehenden Technologien wie OSGi, EMF usw. Tom Schindl

Das vollständige Interview mit Tom Schindl finden Interessierte übrigens im kommenden Eclipse Magazin 3.10, in dem Tom Schindl und Boris Bokowski außerdem das EMF-basierte Workbench Model als "Schaltzentrale von e4" beschreiben werden.

[hs]
 Eclipse e4 1.0 M4 - New & Noteworthy (http://download.eclipse.org/e4/downloads/drops/S-1.0M4-201002271345/e4-news-M4.html)



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