Jetzt ist es endlich soweit – die Java EE 5.0 ist fertig, oder besser gesagt: fast. Der letzte Schritt im Java Community Process nach dem bestandenen Final Approval Ballot ist lediglich noch die öffentliche Freigabe der Spezifikationen.
Dabei ist die Java EE an sich ein Rahmenwerk für jede Menge beteiligter Spezifikationen, wie zum Beispiel Servlets, JSP, EJB, Security und anderes. Wie kaum bei einer Edition vorher sind mit dieser Version immense Erweiterungen eingeflossen. Wer erinnert sich nicht an die teilweise heftigen Diskussionen um den neuen EJB-Standard oder die Benutzbarkeit der Java Enterprise Edition im Allgemeinen. So ist es nicht verwunderlich, dass die einfache Benutzbarkeit, das einfache Entwickeln von Enterprise-Anwendungen ganz im Vordergrund stand. Basis dafür sind die mit Java 5.0 eingeführten Annotations und der darauf aufbauende JSR 175 - A Metadata Facility for the Java Programming Language. Die "neue" Form der Entwicklung zieht sich folgerichtig durch das gesamte Werk und die angeschlossenen Spezifikationen.
Highlights gibt es viele in der neuen Enterprise-Welt. So ist natürlich die sehr gute Unterstützung von Web Services zu nennen, welche zum Beispiel mit kräftig aufpolierten JAXB- und JAX-WS-Technologien vertreten sind. Entity JavaBeans erreichen endlich das POJO-Zeitalter und sind sogar für die Java Standard Edition-Welt vorbereitet, genannt auch Java Persistence Architecture. Nicht zuletzt werden auch die Java ServerFaces immer mehr zu einem festen Bestandteil. Weitere wichtige Erweiterungen betreffen Konzepte wie Resource Injection, Services und standardisierte Annotations. In den vielen einzelnen APIs sind eher, nicht minder wichtige, evolutionäre Änderungen eingeflossen. Lediglich die fehlenden Portlet-Spezifikation im Rahmen von Java EE 5 sorgt für etwas Missstimmung.
Was jetzt noch fehlt, sind die Anwender. Auch hier gehen die Meinungen wie zu erwarten weit auseinander. Ist für die einen die Java EE sehr gut gelungen, wird von anderen angemahnt, das es nicht weit genug ging. Hier bleibt es abzuwarten, wie die Enterprise Edition in der schneller werdenden Web-Service-, SOA-Welt angenommen wird. Interessant dürfte für viele auch die zukünftige Zusammenarbeit oder eher Arbeitsteilung mit Technologien wie Spring darstellen, sind doch einige von deren erprobten Konzepten jetzt direkt unter Java EE verfügbar.
Das Wichtigste natürlich zum Schluss, falls Sie beim Lesen schon die "2" vermisst haben. Ab sofort heißt es Java Enterprise Edition. Ohne zwei und aber. (Andreas Holubek - Autor Java Magazin)

























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