Borland hat heute Pläne angekündigt, seine Entwicklungsumgebungen Borland Developer Studio (Delphi, C++Builder, C#Builder) sowie den JBuilder an einen Investor zu verkaufen. Das Unternehmen, das gleichzeitig die Übernahme von Segue Software meldet, wolle sich ganz dem ALM- (Application Lifecycle Management) Business widmen, so Tod Nielsen, CEO bei Borland.
"Entwickler haben seit jeher eine wichtige Rolle im Applikations-Lebenszyklus gespielt, aber der ALM- und der IDE-Markt sind sehr verschieden" sagte Nielsen. Beide Märkte seien wichtig, so Nielsen weiter, allerdings könne Borland nicht länger seine Ressourcen für die Bereiche bereitstellen. "Aus diesem Grunde hat Borland entschieden, sich ganz auf sein ALM-Business konzentrieren und wir sind überzeugt, wir handeln damit auch im Interesse der Entwickler-Gemeinde", sagte der Borland-Chef, der seit November letzten Jahres die Geschicke der Traditions-Company leitet.
Mit der Suche nach einem Käufer für die Entwicklungstool-Sparte wurde das Bankhaus Bear, Stearns & Co. beauftragt.
Einen weiteren Schritt im Markt für Application Lifecycle Management (ALM)-Lösungen ist Borland dagegen mit der Übernahme von Segue Software gegangen. Mit Segue integriert das Unternehmen einen Spezialisten für Test- und Qualitätsmanagementwerkzeuge in sein Portfolio. Die Segue-Produkte gliedern sich in die Bereiche Test Management, Testools, Load- und Performance-Testing sowie Application Performance Management.
"Die Produkte von Segue bringen deutlichen Mehrwert zu unserem wachsenden Portfolio von ALM-Lösungen" begründete Nielsen die Übernahme. Borland bezahlt für den Einkauf rund 100 Millionen US-Dollar.

























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