Die neue Version der Java-Entwicklungsumgebung Netbeans, ab sofort als Beta verfügbar, glänzt laut Ankündigung mit verbesserter Performance, geringerem Speicherhunger sowie einer um 40 Prozent verbesserten Startup-Time. Aber nicht nur diese technischen Aspekte sollen Grund für ein Upgrade auf die Version sein, die als "significant update" beschrieben wird, sondern auch einige neue Features: Darunter ein JavaScript-Editor, Unterstützung für Spring, eine verbesserte Unterstützung für MySQL sowie verbesserte Möglichkeiten, Libraries gemeinsam im Team zu verwenden.
Für Ruby bzw. den Java-Ableger JRuby werden außerdem Verbesserungen beim Editor gemeldet sowie bei der Integration von Server und Datenbanken bei Ruby on Rails-Projekten. Auch beim Debugger für (J)Ruby wurde an einigen Stellschrauben gedreht.
Für JavaScript-Entwickler bietet das aktuelle Netbeans jetzt eine Reihe netter Features wie Semantisches Highlighting im Editor sowie Code-Vervollständigung und Code-Templates für die Wiederverwendung ganzer Code-Passagen. Außerdem gibt es jetzt eine Refactoring-Funktionalität für JavaScript-Projekte.
Netbeans 6.1 kommt außerdem mit dem Spring-Framework 2.5 daher (das ja Sun Microsystems eigentlich gar nicht liebt), enthält Wizards für die Bearbeitung der Spring-Konfigurations-Files, eine für Spring optimierte Code-Vervollständigung im Editor sowie Unterstützung für Spring MVC in Webprojekten.
Bei den gängigen Java-Technologien werden die folgenden Standards unterstützt:
- Enterprise JavaBeans (EJB) 3.0
- JAX-WS 2.1
- Java Persistence (JSR-220)
- JavaServer Faces 1.2 (JSR-127)
- Java Servlet 2.5
- JavaServer Pages (JSP) 2.1
- Struts 1.2.9
- Java API for XML-based Remote Procedure Calls (JAX-RPC) 1.6
- Java APIs for XML Registries (JAXR) 1.0
- Java API for XML Processing (JAXP) 1.4
- Java Architecture for XML Binding (JAXB) 2.1
- JavaServer Pages Standard Tag Library (JSTL) 1.1
Weitere Neuerungen wie der Axis2-Support, der JSF CRUD-Generator oder die SOAP UI Integration können den offiziellen Release Notes entnommen werden. Weitere Hintegründe zum Netbeans-Release finden sich in diesem Interview mit den Netbeans-Aktivisten Tim Boudreau, Brian Leonard und Gregg Sporar. Netbeans ist open source verfügbar und kann kostenlos in kommerziellen Projekten eingesetzt werden.


















