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01.04.2008
Herzlichen Glückwunsch Mozilla

Er ist eines der wichtigsten Aushängeschilder der Open-Source-Bewegung: der Mozilla Web-Browser. Genau am 31. März 1998 wurde der Browser unter eine Open Source Lizenz gestellt, schreibt Mitchell Baker, Chairman der Mozilla Foundation, in ihrem Blog. Zehn Jahre hat das gute Stück somit schon auf dem Buckel. Und hat so einiges erlebt.

Als Basis des Browsers diente der Netscape Communicator 5.0. Eine Codebasis, die den Entwicklern allerdings nicht ausreichte. Es musste eine neue her, samt einer neuen Render-Engine (Gecko). Nach vier Jahren Entwicklungszeit kam im Juni 2002 schließlich Mozilla 1.0 auf den Markt. Gleichzeitig wurde die Application Suite in ihre Bestandteile aufgelöst: Browser, E-Mail-Client, Kalender und HTML-Editor. Einige davon gibt es noch heute, Thunderbird und Sunbird, KompoZr, der HTML-Editor, hat es dagegen nicht geschafft.

Auch namenstechnisch hat der Browser einiges hinter sich: erst Phoenix, dann Firebird und schließlich Firefox. Firefox 1.0 erschien am 9. November 2004 und erfreut sich seither weltweit einer großen Beliebtheit. Zwei Jahre später folgte die Version 2.0 und im Juni dieses Jahres soll Firefox 3.0 veröffentlicht werden. Die erste gültige Beta-Version soll im Mai kommen. Weltweit, so wird geschätzt, nutzen heute rund 160 Millionen User weltweit den Browser.

Bereits im nächsten Jahr soll Version 4.0 folgen. Genaues dazu weiß man noch nicht, nur so viel nebulöses: Die Mozilla Labs wollen die Grenzen des Browsers verschwimmen lassen, ihn einerseits mehr mit dem Computer verschmelzen, auf dem er läuft, und ihn andererseits stärker in Webdienste einhaken. Das werde ihn zu einer mächtigen und alles durchdringenden Plattform für jede denkbare Art von Anwendung machen, berichtet der Inquirer.

Vorangetrieben wird diese Entwicklung von zwei getrennten Projekten: Prism und Weave. Mit Prism sollen Websites oder Applikationen in Anwendungen umgewandelt werden, die direkt auf dem Desktop laufen. Die Webseiten und Applikationen sollen auch dann laufen, wenn der User nicht mit dem Internet verbunden ist. Weave dagegen soll zu einem gleichbleibenden Browser-Erlebnis führen, egal von wo aus – PC, Notebook oder Smartphone – man ins Internet geht. Lesezeichen, Favoriten und Passwörter werden über einen Online-Dienst synchronisiert, mit dem sich der User beim Start des Browsers verbindet.

Doch bis es soweit ist, heißt es erst einmal "Herzlichen Glückwunsch" Firefox, alias Firebird, alias Phoenix. Zu deinen Ehren hat das Mozilla Projekt eigens die alte Website der Mosic Communications Corporation wieder online gestellt. Viel Spaß beim Stöbern in der Vergangenheit!

[fs]
http://home.mcom.com/






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