Freitag, 9. Januar 2009





02.04.2008
Office Open XML wird als ISO-Standard anerkannt

Lang hat's gedauert, jetzt steht es fest: Office Open XML (OOXML) ist offener Standard für den Austausch von Dokumentenformaten gemäß der ISO- und IEC-Bestimmungen. Laut einer aktuellen Pressemeldung von Microsoft unterstützen insgesamt 86 Prozent aller nationalen Ländermitgliedsvertreter die Ratifizierung der Dokumentformatsspezifikation. Das technische Komitee der "Internationalen Organisation für Normung" (ISO) und der "Internationalen Elektrotechnischen Kommission" (IEC) hat das formale Verfahren zur Verabschiedung des Standardentwurfs nach mehr als 14 Monaten intensiver Überarbeitung abgeschlossen.

"Von dieser Entscheidung profitieren Technologieanwender und Regierungen, denn sie können das Dokumenten-Format wählen, das am besten ihren Ansprüchen genügt", erklärte Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland. "Durch die konstruktiven Kommentare und Anmerkungen von Experten aus der ganzen Welt konnte der Office Open XML Standard im Verlauf des ISO-Verfahrens weiter optimiert und so noch besser an die Anforderungen unserer Kunden und von Softwareentwicklern angepasst werden. Wir werden auch weiterhin mit Standardisierungsgremien weltweit zusammenarbeiten, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Technologieplattformen zu verbessern und somit Innovationen zu fördern."

Breite Unterstützung nach zähem Kampf

Laut Microsoft hat der offene Standard bereits weite Verbreitung in der Softwareindustrie gefunden und wird auf einer ganzen Reihe von Technologieplattformen verwendet -- einschließlich Linux, Windows, Mac OS und Palm OS. Verschiedene Anbieter von Software und Systemplattformen weltweit, darunter Apple, Corel, Sun Microsystems, Microsoft und Novell, sollen bereits Lösungen mit Open XML entwickeln. Optimiert sind Open XML-Dateiformate für die Migration der bisherigen Office Dokumente. Durch die Trennung von den eigentlichen Anwendungsdaten und deren Darstellung in Open XML Formaten können verschiedenste Daten und Datentypen beliebig gemischt werden. Darüber hinaus bietet Office Open XML Entwicklern die Möglichkeit, Geschäftsdaten zur Laufzeit in ihre Dokumente einzubinden oder ihre Dokumente mit "Tags" nach einem eigenen Kategorisierungssystem auszuzeichnen, um die Kenntlichmachung der Dokumentinhalte zu verbessern.

Die Standardisierung von Office Open XML ist das Ergebnis eines zähen und langwierigen Abstimmungsprozesses. Verdächtigungen fragwürdiger Methoden und manipulativer E-Mails begleiteten die Einführung als internationalen Standard in mehreren Ländern (wir berichteten). Ein Statement des Deutschen Instituts für Normung zum Abstimmungsverfahren in Deutschland ist hier zu lesen.

[ara]
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