Ende August fand nun bereits zum dritten Mal die FrOSCon (Free and Open Source Conference) in Sankt Augustin bei Bonn statt. Rund 1250 Teilnehmer aus 12 Ländern bevölkerten die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und besuchten Ausstellungen und Sessions rund um Open-Source-Themen. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr war dabei auch der von der Usergroup Dortmund organisierte PHP@FrOSCon-Track mit satten 12 Sessions unter anderem von Derick Rethans, Arne Blankerts, Sebastian Bergmann, Johannes Schlüter und Carola Kummert.
Eines der Highlights der FrOSCon war sicherlich auch die Keynote von PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf – unter dem Motto "Simple is Hard" präsentierte er ein Lehrstück in Sachen Performance-Optimierung und Skalierbarkeit und bewies, dass die ursprüngliche Idee hinter PHP ("It‘s not about programming, it‘s about solving problems.") auch und gerade in Zeiten von Frameworks an allen Ecken und Enden noch Bedeutung hat.
Generell hat Rasmus den PHP-Frameworks gegenüber klar Stellung bezogen: "Damn, that sucks!" Deren Abstraktionsschichten mögen Entwicklern zwar eine klare Struktur an die Hand geben, allerdings massiv auf Kosten der Übersichtlichkeit und der Performance. Beispiel gefällig? Ein einfaches Skript zum Anzeigen eines „Hello World“ auf einer Website. Von Hand in HTML gescripted leistet der Code serverseitig bis zu 600 Transaktionen pro Sekunde. Unter CakePHP geht es runter auf 25 trans/sec., Symfony schafft immerhin rund 125 und CodeIgniter gar rund 305. Schlusslicht bildete zunächst Agavi mit 8 Transaktionen pro Sekunde – was, wie sich später herausstellte, allerdings am aktivierten Debug-Mode lag.
Unterm Strich kann der Einsatz von Xdebug, Callgrind mit KCachegrind und ein genauer Blick auf die Include-Hierarchie jedem Entwickler empfohlen werden, der sich ernsthaft mit der Performance seiner Anwendungen auseinandersetzen will.
Alles in allem bot die Konferenz ein inspirierendes und auch fachlich interessantes Programm – wir freuen uns schon auf die nächste FrOSCon 2009!



