Am gestrigen Montag, 22. September, eröffnete die Oracle OpenWorld 2008 im Moscone Center in San Francisco. Auf seiner einleitenden Keynote stellte Oracles Präsident Charles Phillips dabei wenig überraschend fest, dass sein Unternehmen in vielen Bereichen der "Leader" sein – das gehöre zur Kultur von Oracle, so Phillips. Zumindest Bezug auf ihre Größe ist die Konferenz als solches zweifelsohne bereits führend ...
Downtown San Francisco wegen Überfüllung geschlossen
Die Dimension der Oracle OpenWorld sprengt bald den Rahmen von Downtown San Francisco. So hat Oracle knapp 3.700 Mitarbeiter vor Ort, welche die 43.000 Teilnehmer in dieser Woche betreuen. Es wurden insgesamt 76.150 Hotelnächte gebucht.
In der knapp zweistündigen, typischen amerikanischen Show waren einige interessante Neuigkeiten für die Teilnehmer vorbereitet; dabei erschien als Stargast auch der 8-fache Medaillengewinner von Peking, Michael Phelps.
Das Portfolio von Oracle umfasst natürlich mehr als Olympiateilnehmer, so mittlerweile über 3.000 Applikationen – und durch die ständige Akquisition von Firmen bzw. deren Produkte ist in nächster Zeit mit weiteren Oracle-gelabelten Angeboten zu rechnen. Das Unternehmen selbst teilt diese Produkte in die Bereiche Application, Middleware, Database und Infrastruktur auf. Mit der so genannten Application Integration Architecture (AIA) soll zum einen die Offenheit als auch die Integration aller Produkte von Oracle selber dokumentiert werden. Hier will man mit hoher Priorität die Weiterentwicklung vorantreiben.
Oracle Database Server
Das Kernprodukt Oracle Database Server wurde heute in der Version 11.1.0.7 für Linux veröffentlicht. Dieses erste Patchset ist über metalink.oracle.com zu beziehen.
Oracles Bienenstock
Einen Großteil der Keynote wurde für das Produkt Oracle Beehive verwendet, welches aus der Übernahme von BEA hervorging und auch als Open-Source-Projekt bei Apache verfügbar ist. Gemeinsam stellten Charles Philips und Chuck Rozwat, Executive Vice President von Oracle, diese Lösung vor. Dabei handelt es sich um Oracles Antwort auf die SharePoint-Technik von Microsoft. Im Gegensatz zu früheren Versuchen mit OCS ist Oracle in der Zwischenzeit offen und unterstützt auch den Exchange-Server und andere Produkte. Selbst der Client Outlook wurde von Oracle um weitere Features erweitert.
Thomas Pfister




