Respekt, Microsoft. Bis gestern dachte alle Welt, Apple wäre drauf und dran die Welt der Bits und Bytes mit einer berührungsempfindlichen Computermaus zu revolutionieren – allerdings bislang nur auf dem Papier. Und nun stellt sich heraus: die Entwicklungsabteilung des Redmonder Software-Konzerns hat die Barrikaden schon längst gestürmt. Fünf Prototypen stellte das Microsoft Research-Team jetzt auf dem "Symposium on User Interface Software and Technology" in der kanadischen Stadt Victoria vor: FTIR (Frustrated Total Internal Reflection), Orb Mouse, Arty, Side Mouse und Cap Mouse lauten die jeweiligen Bezeichnungen:
FTIR (Frustrated Total Internal Reflection) Mouse: Die FTIR Mouse nutzt die Prinzipien der so genannten frustrierten internen Totalreflexion (FTIR) und eine integrierte Kamera, um Berührungen auf einer bogenförmigen Acryl-Oberfläche wahrzunehmen. Berührt der Nutzer die Acryl-Oberfläche, wird ein Infrarot-Licht aktiviert, das die Infrarot-Kamera an den Berührungspunkten erfasst.
Orb Mouse: Die Orb Mouse hat eine Halbkugel-förmige Oberfläche mit einer Infrarot-sensitiven Kamera für Multi-Touch-Funktionen. Dieses Design bietet eine einfache und bequeme Handhabung. Dank der gleichmäßigen Krümmung haben die Finger immer eine angenehme Neigung – egal in welche Richtung sie sich über die Maus bewegen. Mit der Orb Mouse können Anwender jeden Finger und die ganze Hand für Berührungs-sensitive Interaktion einsetzen.
Arty (articulated) Mouse: Die Arty Mouse entwickelt die Idee der Side Mouse noch ein Stück weiter. Neben der Auflage für die Handoberfläche hat dieser Prototyp auch noch zwei "Arme", die sich flexibel und unabhängig mit Daumen und Zeigefinger über die Tischoberfläche bewegen lassen. Unter den beiden "Armen" befindet sich ein hochauflösender Sensor für besonders präzises Abtasten. Die Arty Mouse kann auch subtile Handbewegungen wahrnehmen.
Side Mouse: Die Side Mouse liegt unter der Handfläche des Nutzers, während die Finger die Tischoberfläche berühren. Dadurch entsteht vor der Maus ein Berührungsfeld, das nicht auf die Oberfläche des Geräts beschränkt ist. Die Side Mouse erkennt die Lage der Finger auf dem Tisch und erlaubt so auch weitläufigere Handbewegungen oder den Einsatz von beiden Händen.
Orb Mouse: Die Orb Mouse hat eine Halbkugel-förmige Oberfläche mit einer Infrarot-sensitiven Kamera für Multi-Touch-Funktionen. Dieses Design bietet eine einfache und bequeme Handhabung. Dank der gleichmäßigen Krümmung haben die Finger immer eine angenehme Neigung – egal in welche Richtung sie sich über die Maus bewegen. Mit der Orb Mouse können Anwender jeden Finger und die ganze Hand für Berührungs-sensitive Interaktion einsetzen.
In den fünf Prototypen kommen also unterschiedliche Berührungssensoriken zur Anwendung, die Formgebung ist komplett verschieden und auch die interaktiven Fähigkeiten variieren. Das folgende Video zeigt die Prototypen und deren Leistungfähigkeit im Praxiseinsatz:
Microsoft scheint Apple hier also ein technisches und kreatives Schnippchen zu schlagen. Einschränkend muss aber gesagt sein, dass die Microsoft-Mäuse zwar nicht mehr nur auf dem Papier existieren, aber offenbar auch noch fern der Marktreife sind. Ob, wann und in welcher Ausgestaltung die Moulti-Touch-Maus in die Läden kommt, steht heute noch in den Sternen. Eines ist aber klar: Das, was sich da an Microsoft-Erfindergeist in bewegten Bildern präsentiert, möchte man lieber heute als morgen zwischen die Finger bekommen.
Update: Ein Info-Papier sowie ein Demo-Video zur "Mouse 2.0" stellt Microsoft auf Microsoft.com zur Verfügung.
via Techeblog.com
























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