Gutes Webdesign mag letztendlich eine Frage der Ästhetik sein. Doch im Gegensatz zu künstlerischen Ansprüchen gelten für das Webdesign weit mehr Regeln, als für andere kreative bis künstlerische Disziplinen. Webdesign darf nicht nur schön, es muss auch nützlich, leicht bedienbar oder übersichtlich sein. Es liegt also nicht nur im Auge des Betrachters, sondern auch in seinen übrigen Sinnen.
Um alle Sinne des Users zu befriedigen bzw. in keinem Falle überzustrapazieren, gibt SixRevisions eine Auflistung von sieben Tipps, die jeder Designer in Erwägung ziehen sollte. Dafür stellt die Seite jeweils ein Tool der jeweiligen Kategorie vor und erklärt die Notwendigkeit der geforderten Methode.
So geben Heat Maps einen weitaus detaillierten Blick über das Klickverhalten des Users als Analysetools wie beispielsweise Google Analytics. Auf einer Karte werden die Bereiche einer Seite hervorgehoben, denen der User besondere Beachtung schenkt. CrazyEgg ist ein Tool, mit dem man derartige HeatMaps erstellen kann.
Online Usability Tests sind eine Möglichkeit, um sich aufwendige Testreihen mit Probanden zu ersparen. Es gibt verschiedene Unternehmen, welche die aufwendigen Testreihen auch online anbieten. Als User kann man mehrere Szenarien kreieren, in denen die Usability der Seite geprüft werden soll. So spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld. UserTesting.com ist eine Firma, die ein derartiges Angebot bereit hält.
A/B Testing hilft bei der Auswahl zwischen mehreren in Frage kommenden Designs für eine Seite. Google bietet mit dem Web Optimizer ein Tool, welches dem User per Zufalls-Auswahl verschiedene Designs anzeigt. Die anschließenden Ergebnisse der Analyse dürften die Entscheidung bei der Auswahl des richtigen Designs erleichtern.
Crowdsourcing ist hier als Weiterentwicklung des A/B Testing zu verstehen – umgestzt beispielsweise von der Huffington Post. Dort stellt man den Lesern in den ersten fünf Minuten nach Erscheinen per Zufall zwei verschiedene Headlines für den jeweiligen Artikel zur Auswahl. Nach Ablauf der zeit wählt das CMS automatich die Headline, welche bis dahin die meisten Klicks bekommen hat. So bezieht man den User aktiv in die Webseitengestaltung bzw. die Erstellung des passenden Contents mit ein.
Auf Interne Suchdaten kann man bei Google Analytics mit dem Feature Site Search zugreifen. Durch die Anzeige der Suchanfragen, die Besucher auf der Seite eingegeben haben, erhält man einen umfassenden Überblick darüber, was die User von der jeweiligen Seite erwarten. Es lässt sich bestimmen, welcher Content für die Seite benötigt wird, da sich die Zielgruppe hier genauer zu erkennen gibt. Dadurch werden auch Rückschlüsse auf ein stimmiges Design möglich.
Durch die Nutzung eines Monitoring Service kann sich der Seitenbetreiber Feedback rund um die Seite einholen. Dazu lassen sich ganz banal populäre Dienste, wie die Suche bei Twitter oder die Einrichtung eines Google Alerts. Dadurch bleibt man stets auf dem Laufendem, was die Webgemeinde über die Seite denkt.
Last but not least sei die Einrichtung eines Blogs jeder größeren Seite ans Herz gelegt. Mit einem eigenen Blog schafft man sich eine Plattform, in der man seine Intentionen offenlegen kann und Raum für Diskussionen schafft. Webseitengestaltung bleibt so transparent und übersichtlich. Dies schafft zuletzt auch Vertrauen beim User, der dann womöglich auch über kleinere Missachtungen der Regeln guten Webdesigns hinwegsieht.
Abschließend noch ein wichtiger Hinweis für alle deutschen Leser. SixRevisions verweist bei seinen Tipps desöfteren auf die Nutzung von Google Analytics. Derartige Analyseprogramme sind in Deutschland jedoch nicht unumstritten. Es gilt, sie mit Bedacht einzusetzen, da man unter Umständen mit dem Gesetz in Konflikt geraten könnte.
























Kommentare