Montag, 21. Mai 2012

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präsentiert von: CREATE OR DIE
Donnerstag, 18. Februar 2010

Usability – Manche Dinge ändern sich nie

Das Netz ist schnelllebig. Ständig ändern sich Dinge, neue Trends entstehen und neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten. Dies gilt sicherlich auch für eines der ältesten Prinzipien des Web: die Usability. Diese muss alle Änderungen berücksichtigen und bewältigen. Dennoch gibt es auch innerhalb der Grundlagen der Benutzerfreundlichkeit des Netzes gewisse ruhende Pole, welche die stürmischen Zeiten überdauert haben. Auf 1stWebDesigner hat man die fünf wichtigsten Regeln der Usability zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

Ein Webdesigner verbringt die meiste Zeit seiner Arbeit damit – welch Überraschung – Webauftritte für Kunden zu designen. Dabei sollte er jedoch immer das Ziel des Kunden vor Augen behalten: Dieser möchte Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Für den Designer bedeutet dies, dass der User auf den "Kaufen"-Button klicken bzw. direkt zu den auf der Webseite beworbenen Leistungen geführt werden soll. Natürlich verfolgt der Kunde noch weitere Ziele, doch für den Designer ist es wichtig, das Kern-Thema herauszuarbeiten, auf welches er sein Design münzt.

Auch hilft es, sich in die zukünftigen User hineinzuversetzen. Diese stellen sich im Allgemeinen auf einer Webseite unbewusst drei Fragen: Wo bin ich, was kann ich hier machen und warum soll ich es überhaupt machen? Für den Designer bedeutet dies, dass er eine Webseite immer transparent und übersichtlich zu gestalten hat. Die Navigation sollte dem User immer sagen, wo er sich auf der Seite befindet. Die Kernbotschaft sollte schnell zu erkennen sein und alle nötigen informationen sollen ohne großartiges Klicken verfügbar sein.

Auch wenn es hart klingt: Lesen ist out. Der Besucher erfasst weitaus mehr Informationen auf einer Webseite durch visuelle Eindrücke, als durch das Lesen der dargestellten Texte. Illustrationen bereichern eine Webseite demnach ungemein. Auch empfiehlt es sich, jedwede Fragen, die sich ein User stellen kann, durch Klarheit der Ausdrücke zu verhindern. Beispielsweise empfiehlt es sich, statt "About" "Wer wir sind" zu schreiben – Den Unterschied macht die Bedeutung.

"Know your Customer" ist ein wichtiges Credo in Bezug auf die Usability einer Seite. Sich einen Avatar eines Durchschnittsusers zu erstellen hilft, die Seite auf die Usability hin zu entwerfen. Wer kommt auf die Seite? Was sucht er auf der Seite? Was ist sein sozialer Hintergrund? Sind es technisch versierte Nutzer oder Neulinge im Netz? Das Design sollte auf den Kern-User zugeschneidert werden. Gestaltet man die Seite nach diesen Gesichtspunkten, so hat man einen Großteil der User bereits zufriedengestellt.

Der User ist ein Gewohnheitstier. Also gilt – auch wenn es schwer fällt – seinen Spieltrieb zu unterdrücken und sich an die Konventionen zu halten. Dem User ist ein inneres Verständnis vom Netz eingebrannt, so dass ihn Experimente oftmals irritieren und abschrecken. Damit sind Basics gemeint, dass zum Beispiel der Titel der Seite immer oben zu finden ist, das Navigationsmenü immer oben oder in der linken Leiste. "We all love familiar things, don’t we :)"

Letztere, verhältnismäßig starre Regel betont sehr gut Sinn und Zweck dieser Auflistung. Einige Dinge ändern sich nie. Auch wenn der User in den Beispielen als denk- und lesefaul wegkommen mag: Um gewisse Grundlagen herauskristallisieren zu können, lohnt es sich zu polarisieren. Aufgabe des Designers ist es, dass der User sich auf einer Seite direkt wohl fühlt: Weil er sofort weiß, worum es geht und weil ihn das Design anspricht.

(jt)

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