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zu Ausgabe: 07/08.2004
Des Kaisers Kleider
Neues aus der Ruby-Welt
von Markus Jais
Eclipse ist mittlerweile eine der ganz großen Erfolgsgeschichten im Open Source-Bereich. Und man sieht, was möglich ist, wenn viele Firmen an einem Strang ziehen. Das Potential von Eclipse nicht nur als Java-IDE sondern auch als Plattform für die Anwendungsentwicklung wird immer deutlicher. Da verwundert es auch nicht, dass es seit einiger Zeit auch für die Ruby-Programmierung ein Eclipse-Plugin gibt, welches die Ruby-Entwicklung erleichtert. Die Möglichkeiten sind nicht so umfangreich wie für Java, aber trotzdem bietet es einiges wie z.B. einen Projekt-Wizard, einen Debugger und vieles mehr. Bleibt zu hoffen, dass dieses interessante Projekt viele Freunde findet und aktiv weiterentwickelt wird. Mehr dazu finden Sie unter [1].

RedCloth
Bei RedCloth handelt es sich um ein Ruby-Modul, um das Textformat Textile von Ruby aus zu verwenden. Mehr zu Textile unter [2]. Mit RedCloth kann man aus einem einfachen Textformat HTML erzeugen. Die Klasse RedCloth erweitert dazu Rubys String-Klasse. Ein ähnliches Projekt ist BlueCloth. Auch damit kann man Text nach HTML umwandeln. Mehr zu diesen Modulen unter [3] bzw. [4].

Copland
Hierbei handelt es sich um einen Inversion of Control (IoC)-Container für Ruby. Was das genau ist, können Sie auf der Website von Copland unter [5] lesen. Es geht dabei um die Verwaltung von Beziehungen und Objekten untereinander. Das ganze liest sich sehr interessant und ist bestimmt einen näheren Blick wert. Ähnliches kennt man schon aus der Java-Welt. Tatsächlich ist Copland einem ähnlichen Projekt für Java nachempfunden. Am besten, Sie schauen sich das ganze selber mal genauer an. Die Website erklärt alles sehr ausführlich und verständlich.

ruby-xattr
Systemadministratoren und andere Anwender von SGIs XFS-Dateisystem werden vielleicht an diesem Modul Interesse haben. Es stellt Ruby-Bindings für die erweiterte API für Datei-Attribute von XFS zur Verfügung, sodass man hier nicht auf C angewiesen ist. [5]

RubyWebDialogs
Bei RubyWebDialogs handelt es sich nach eigenen Angaben um eine Plattform-unabhängige grafische Benutzerschnittstelle für Ruby-Anwendungen. Es besitzt einen eingebauten Webserver und generiert HTML für die Benutzerschnittstelle. So kann man jeden beliebigen Browser als Frontend für die Ruby-Anwendung verwenden. Natürlich bietet das nicht all die Möglichkeiten eines GUI-Toolkits wie z.B. Gtk+, aber oft reicht ja eine HTML-Schnittstelle aus. [6]

Kansas
Kansas ist ein so genannter Object Relational Mapping Layer. Er erleichtert den Zugriff auf relationale Datenbanken von Ruby aus, da er ein Datenbank-Schema in Ruby-Klassen konvertieren kann. So kann man bei Zugriff auf Daten in den jeweiligen Tabellen auf SQL verzichten. [7]

registry
Dem ein oder anderen ist vielleicht das Linux Registry-Projekt [8] bekannt. Es handelt sich dabei um eine Bibliothek (in der Programmiersprache C), welche für Linux etwas vergleichbares wie die Registry von Windows zur Verfügung stellt. Es dienst dazu, persistente Umgebungsvariablen zu speichern. Unter [9] gibt es jetzt dafür Ruby-Bindings, welche zwar noch nicht alle Funktionen der C-Bibliothek bieten, aber die wichtigsten sind implementiert.

htree
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von nützlichen XML-Modulen für Ruby. Ein neues und nützliches Modul ist htree. Es repräsentiert XML- oder auch HTML-Daten als Baum-Struktur, was das Arbeiten mit XML relativ einfach und angenehm macht. Außerdem kann ein REXML-Dokument erzeugt werden. REXML ist eine sehr leistungsfähige XML-Bibliothek, welche seit Ruby 1.8 Bestandteil der Standard-Bibliothek von Ruby ist. [10]
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden.

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