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zu Ausgabe:
10.2004
Leichtgewicht
Neues aus der Ruby-Welt
von Markus Jais
Ruby bietet mittlerweile eine große Auswahl an Möglichkeiten zum Programmieren von Web-Anwendungen wie z.B. einen Online-Shop. Von einfachen CGI-Bibliotheken über in Ruby geschriebene HTTP-Server bis hin zu kompletten Frameworks gibt es für alle Zwecke interessante Projekte. Dem einen mögen es zu viele verschiedene sein, der andere freut sich über die Auswahl. Vielen mangelt es noch an der Dokumentation. Evtl. wäre es besser, wenn sich ein oder zwei Lösungen im großen Stil durchsetzen könnten. Dann würden evtl. mehr Open Source-Programmierer daran arbeiten, bessere Dokumentationen schreiben und die Frameworks hätten wirklich alle notwendigen Features. Dann wird Ruby es auch leichter haben, mit Java oder PHP in diesem Bereich zu konkurrieren. Schauen Sie sich selbst mal unter [1] und [2] um. Da gibt es einiges zu entdecken.
SQLite/Ruby Die Embedded-Datenbank SQLite erfreut sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Vor allem für kleinere Anwendungen eignet sie sich hervorragend. Mit SQLite/Ruby kann nun auch mit Ruby darauf zugegriffen werden. Es lohnt sich für Ruby-Entwickler, sich das mal näher anzuschauen, da es sehr einfach zu verwenden ist. Oft reicht SQLite schon aus, ansonsten kann man später immer noch auf leistungsfähigere System wie PostgreSQL umsteigen. Mehr dazu unter [3]. MyXML XML wird heute an allen möglichen (und unmöglichen) Orten eingesetzt, auch wenn es gar nicht die richtige Technologie ist. XML ist toll und alle wollen es benutzen. Für Ruby-Programmierer gibt es mehrere Module zum Arbeiten mit XML, je nach Problemstellung und Schwierigkeit. Ein relativ neues Modul ist MyXML. Es handelt sich um einen Wrapper um das Modul REXML, welches ab Version 1.8 in der Ruby Standard-Bibliothek enthalten ist. Es soll die Arbeit mit XML noch einfacher machen als mit REXML, welches an sich schon eine sehr einfache API bietet. Wer REXML mag, sollte sich auch MyXML mal anschauen. [4] Yo Bei Yo handelt es sich um ein Framework für Web-Anwendungen. Laut Autor ist es ein wenig wie CGI, bietet aber ein paar interessante weitere Features. Auch soll in Zukunft Templating unterstützt werden und dabei sehr einfach sein. [5]. Rails Bei diesem Projekt handelt es sich wie bei dem vorigen um ein Framework zum Erstellen von Web-Anwendungen, allerdings wird bei Rails viel Wert auf das MVC (Model View Controller)-Pattern gelegt. Auch soll objektrelationales Mapping unterstützt werden. Das ganze schaut sehr viel versprechend aus. Bleibt zu hoffen, dass es regelmäßig weiterentwickelt und gut dokumentiert wird. [6] snmplib Netzwerk- und Systemadministratoren kennen sicherlich das SNMP-Protokoll. Administratoren, die auch Ruby einsetzen (und Ruby eignet sich hervorragend für Administratoren), können nun mit der snmplib mit Hilfe von Ruby Skripte und Anwendungen zum Überwachen ihrer Netzwerke schreiben. Es wird noch nicht das ganze SNMP-Protokoll unterstützt, aber mit der Zeit werden immer mehr Features hinzugefügt. Mehr zu dem interessanten Projekt unter [7]. rena Die Themen RDF und Semantic Web sind in letzter Zeit stark in Mode gekommen. Wer mit Ruby Anwendungen in dieser Richtung umsetzten möchte, dem sei ein Blick auf rena [8] empfohlen. Gtk::MDI Mozilla- oder Opera-Benutzer kennen bestimmt die Möglichkeit, verschiedene Webpages in mehreren verschiedenen Tabs anzuschauen, ohne jedes Mal ein komplett neues Fenster aufmachen zu müssen. Das ist übersichtlicher. Wer mit Ruby GUI-Anwendungen entwickelt, dem kann vielleicht dieses Projekt hier weiter helfen. Es stellt eine Möglichkeit für Tabbed Windows für Ruby/GTK2 zur Verfügung. Je nach Anwendung kann man damit sein GUI deutlich benutzerfreundlicher gestalten. Markus Jais ist Softwareentwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden. Links |
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