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Gimp 2.4
Pixelfreeware mit vielen Verbesserung
Heico Neumeyer
Umständlich bleibt jedoch in der getesteten Version das Einfügen kopierter Bildteile vor einen neuen Hintergrund: Wer nicht aufpasst, verschmilzt den neu eingesetzten Bildteil sofort ungewollt mit der darunter liegenden Ebene. Man klickt am besten sofort nach dem Einfügen auf die Schaltfläche "Neue Ebene erstellen" – erst so verwandelt sich die schwebende Auswahl in eine dauerhafte, vom Hintergrund unabhängige, Ebene. Neben diesen Neuheiten bietet Gimp schon lange ein Arsenal robuster und altbewährter Auswahl- und Montagetechniken. So lassen sich Auswahlen als Graustufen-Alphakanäle speichern und mit Pinseln, Verläufen oder Kontrastkorrekturen bearbeiten. Ebenso kann man die Auswahl auch mit Pfaden sichern und umformen – besonders geeignet für Geraden und geschwungene Umrisse. Auch die Montage erinnert an ältere Photoshop-Versionen. Die Ebenenpalette zeigt die eingefügten Objekte. Per Ebenenmaske werden Bildbereiche versteckt, ohne dass man sie gleich löschen muss. Mit Deckkraftregler und zahlreichen Überblendmethoden wie "Nur abdunkeln" oder "Farbe" entstehen praktisch alle gewünschten Mischungen. Anders als etwa Photoshop-Vollversionen oder Paint Shop Pro kann Gimp jedoch nicht einzelne Helligkeitsbereiche ausblenden, etwa alle hellen Bildpixel mit Werten von 200 bis 255. Dabei schreibt und öffnet Gimp auch Photoshop-PSD-Montagen mit Ebenen. Freilich werden nicht alle Photoshop-Spezialitäten unterstützt, so kennt Gimp weder Vektormasken noch flexibel änderbare Ebeneneffekte à la "Schlagschatten" oder "Abgeflachte Kante und Relief". TIFFs mit Montage-Ebenen – in Photoshop und Photoshop Elements seit langem Usus – öffnet Gimp indes als reine "Hintergrund"-Ebene. Neu bei Gimp 2.4 ist die Funktion zum automatischen Anordnen verknüpfter Ebenen
RetuscheGanz im Trend liegt Gimp mit seinen neuen Retuschefunktionen. Hinzugekommen ist ein Filter gegen rotgeblitzte Augen. Man muss allerdings erst eine Auswahl um die Augen ziehen – sonst putzt der Filter das Rot nicht nur aus der Iris der Fotomodelle heraus, auch rote Lippen oder Hemden verfärben sich schwarz. Programme wie Photoshop Elements oder Paint Shop Pro lösen die Aufgabe weit komfortabler. Erstmals erlaubt Gimp zudem perspektivisches Klonen: Wer Fehler auf schräg fotografierten Wänden, Böden oder Produktverpackungen retuschiert, passt so die Größe der Quelle perspektivisch korrekt an den Zielbereich an. |
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