Auch in diesem Monat lohnt es sich für Ruby-Fans wieder, sich über die aktuellen Entwicklungen in der Ruby-Welt zu informieren. Unter anderem ist eine neue Version des ehrgeizigen FreeRIDE-Projektes erschienen.
FreeRIDE 0.5.0 Release Candidate 2
FreeRIDE hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende und mächtige Entwicklungsumgebung für Ruby zu entwickeln. Zur Zeit bietet FreeRIDE noch nicht allzu viel. Die Architektur steht aber und jetzt können viele tolle Plug-ins dafür entwickelt werden. Aber auch im jetzigen Zustand gibt es z.B. schon einen sehr guten Editor und einen Source Code-Browser. Das ganze hat auf jeden Fall großes Potenzial dazu eine der Killer-Applikationen für Ruby zu werden, und viele neue Fans für diese Programmiersprache zu gewinnen. Wer sich das ganze mal anschauen möchte oder gar selbst Plug-ins schreiben möchte, der findet mehr Informationen dazu unter [1].
XmlSimple 0.6
XmlSimple ist eine weitere XML-Bibliothek für Ruby. Es ist eine Ruby-Implementierung von Perls beliebtem XML::Simple-Modul. Jetzt steht das ganze auch für Ruby zur Verfügung. Zusammen mit den anderen XML-Modulen, die bereits für Ruby zur Verfügung stehen, wird Ruby auch in der XML-Verarbeitung immer mehr zu einer Alternative zu Sprachen wie Java, welches oft als erstes im Zusammenhang mit XML genannt wird. [2]
Wrapper für die Curses-Bibliothek
Mit ncurces-ruby [3] steht ein Modul für den Zugriff auf die ncurses-Bibliothek zur Verfügung. curswrap [4] ist ein weiteres Modul für den Zugriff auf die curses/ncurses-Funktionalitäten.
Ruby power tools 0.1.1
Die Ruby power tools stellen zusätzliche Funktionalitäten für die File-Klasse der Standard-Bibliothek zur Verfügung. Das ganze lehnt sich an gängige Unix-Werkzeuge wie tail, head oder which an. So kann man z.B. analog zum head-Kommando die ersten zehn (oder eine beliebige Anzahl) Zeilen aus einer Datei auslesen. Vor allem System-Administratoren dürften dafür Verwendung haben. [5]
sop 0.0.1
sop ist noch Alpha-Software, dürfte aber trotzdem interessant sein. Damit kann man Klassen Attribute auf einerelationale Datenbank abbilden. Es werden alle Datenbank unterstützt, die auch von ruby/dbi [6] unterstützt werden. [7]
Syck
Bei Syck handelt es sich um eine Erweiterung für das Lesen von Yaml [8]-Dateien mit Skriptsprachen. Es werden mehrere Sprachen unterstützt, darunter Python und natürlich auch Ruby. Das ganze ist in C geschrieben und erreicht dadurch eine sehr gute Peformance. [9]
ri für Ruby 1.8
ri ist ein Modul von Ruby-Guru David Thomas (Autor des ersten Ruby Buches Programming Ruby). ri erlaubt es, Dokumentation zu Ruby-Klassen auf der Kommandozeilen abzufragen. Wenn Sie zum Beispiel Informationen zur Methode new der Klasse File brauchen, dann tippen Sie einfach ri File.new und sie erhalten Informationen zu File.new. Das ganze ist sehr nützlich in der täglichen Arbeit mit Ruby. Die neue Version unterstützt auch Ruby 1.8. [10]
Packen und Komprimieren mit Ruby
Unter [11] finden Sie eine Ruby-Schnittstelle zur bzip2-Bibliothek und unter [12] gibt es eine Schnittstelle zur zlib-Bibliothek.
Kurznachrichten
Unter [13] gibt es eine Alternative Date-Klasse, unter [14] finden Sie ruby-panda-0.0.6, eine Möglichkeit, um PDF-Dateien zu erzeugen mit Hilfe der panda [15]-Bibliothek. Unter [16] finden Sie eine hervorragende Dokumentation zur Verwendung von Ruby zusammen mit C++.
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden.
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