Mittwoch, 23. Mai 2012

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April 2006
aus Linux Enterprise Ausgabe: 01/02.2004
Erfolg für RubyForge
Neues aus der Ruby-Welt
von Markus Jais

Sourceforge ist wohl den meisten bekannt. Es ist die Heimat von vielen erfolgreichen Open Source-Projekten. Das Unternehmen InfoEther stellt nur freundlicherweise mit RubyForge etwas Ähnliches für die Programmiersprache Ruby zur Verfügung. Ruby-Fans, die Module geschrieben haben, welche sie gern mit anderen teilen möchten, können dies auf RubyForge tun. RubyForge ist bereits als Erfolg zu bezeichnen da viele Ruby-Projekte schon dahin umgezogen sind. Mehr dazu auf der offiziellen Website von RubyForge unter [1]. Auch diesen Monat möchte ich Sie wieder über weitere Neuigkeiten für Ruby-Programmier und solche, die es noch werden wollen, informieren.


ruby-rmathlib
Mathematiker kennen bestimmt R [2]. Es handelt sich dabei um eine Sprache und Umgebung für statistische Berechnungen und Grafiken. Nun kann man auf die R Math Library auch von Ruby aus zugreifen mithilfe von ruby-rmathlib. Es wird eine Vielzahl von verschiedenen Funktionen unterstützt. [3]

fox-tool
FXRuby [4] ist eine der beliebtesten Bibliotheken für GUI-Entwickler unter Ruby. Mit fox-tool gibt es jetzt einen grafischen GUI Builder für das Erstellen von GUI-Anwendungen mit FXRuby. Das Ganze soll die Verwendung von FXRuby auch für Anfänger wesentlich einfacher machen. Es befindet sich noch in der Entwicklung, ist aber bereits benutzbar. [5]

Ruby-GPGME
GPGME steht für GnuPG Made Easy. Es ist eine Bibliothek, welche den Zugriff auf GnuPG erleichtern soll. Es stellt eine High Level API für Verschlüsselung, Entschlüsselung und mehr zur Verfügung. Dafür gibt es mit Ruby-GPGME nun auch Ruby Bindings. Wer kryptographische Funktionalitäten bei seinen Anwendungen benötigt, könnte hier fündig werden. [6]

mnoGoSearch
Hierbei handelt es sich um eine Ruby-Erweiterung. Mithilfe von mnoGoSearch lassen sich Internet und Intranet-Server durchsuchen. Für Unix ist das Ganze freie Software unter der GNU GPL. mnoGoSearch bietet neben den üblichen Fähigkeiten einer solchen Suchmaschine u.a. auch die Möglichkeit, FTP-Server zu durchsuchen oder gezielt nach MP3 zu suchen und noch einiges mehr. [7]

rjava
Java ist heute wohl eine der meistgenutzten Programmiersprachen, wenn nicht gar die meistgenutzte. Ruby-Fans, die lieber Ruby benutzen, aber doch hin und wieder auf Java zurückgreifen wollen oder müssen, freuen sich vielleicht über das neue rjava-Projekt. Dieses Open Source-Projekt steht noch am Anfang seiner Entwicklung, aber es ermöglicht bereits die Verwendung von Java-Klassen von Ruby aus. Der andere Weg, von Java aus Ruby aufzurufen, soll in Zukunft auch möglich sein. Ob es immer Sinn macht, Ruby und Java auf diese Weise zu benutzen, muss man wohl von Projekt zu Projekt entscheiden. Aber ist es schön zu wissen, dass es geht, falls man es mal braucht. [8]

RAKE - Ruby Make
Makefiles zu schreiben, macht wohl keinem Spaß, außer man ist masochistisch veranlagt. Nachdem für Java Ant bereits ein Riesenerfolg ist, gibt es für Ruby jetzt RAKE. Rakefiles (also die Makefiles für Rake) werden in Ruby geschrieben und das ist auf jeden Fall angenehmer als die grauenhafte Syntax von Make. Zusätzlich kann RAKE in einer einzelnen Datei mit anderen Projekten vertrieben werden.

ruby-ldap
LDAP wird im Enterprise-Bereich immer wichtiger und von vielen Programmiersprachen unterstützt. Wer auf LDAP zugreifen möchte, kann das jetzt von Ruby aus mithilfe von ruby-ldap machen. [10]

Racc
Racc ist ein Parser Generator für Ruby, der fast alle Funktionen des bekannten Werkzeugs yacc unterstützt. Für das Parsen von kompliziertem Text oder Code eine große Hilfe. [11]

Markus Jais ist Softwareentwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/zu finden.

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