Web Services - kaum ein Wort hat in der IT-Welt in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erregt. Abseits des ganzen Hypes haben sich in bestimmten Bereichten Technologien wie SOAP durchaus relativ weit verbreitet und scheinen diesen Siegeszug fortzusetzen. Ruby-Fans wissen natürlich, dass Sie auch mit Ihrer Lieblingssprache diese Technologie nutzen können, vor allem dank des hervorragenden SOAP4R-Moduls [1]. Wie man mit Ruby die Web Services von Amazon nutzen kann und was es sonst noch neues aus der Ruby-Welt gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.
ruby-amazon
Bei dieser sich zum Zeitpunkt des Schreibens noch im Alpha-Stadium befindenden Software handelt es sich um ein Modul zum Zugriff auf die Amazon Web Services. Es unterstützt noch nicht alle von Amazon angebotenen Web Services, aber es erlaubt bereits die Suche nach verschiedenen Produkten. Auf der Website von
ruby-amazon [2] findet man alle nötigen Informationen dazu, was man alles braucht und wo man sich bei Amazon anmelden muss, um dieses Web Services zu nutzen.
Multiton Design Pattern
Desing Patterns (Entwurfsmuster) sind wichtige Werkzeuge für den Programmierer. Schön ist es natürlich, wenn einige Patterns schon fertig implementiert sind wie hier das Multiton Design Pattern. Es ist ähnlich dem bekannten Singleton, erlaubt aber die Erzeugung von mehreren ähnlichen Instanzen. Das macht z.B. Sinn, wenn man immer wieder Objekte braucht, deren Erzeugung teuer ist, wie z.B. bei Verbindungen zu einer relationalen Datenbank. Mehr dazu unter [3].
Getopt::Declare
Es gibt in Ruby mehrere Möglichkeiten, um Kommandozeilen-Parameter auszuwerten. Bei vielen verschiedenen möglichen Parametern kann das schnell ein wenig hässlich und unübersichtlich werden. Dieses Modul soll das ganze relativ einfach machen, aber dabei trotzdem sehr mächtig sein. Es ist dem gleichnamigen Perl-Modul nachempfunden. Natürlich macht es in Ruby mehr Spaß. Zu finden ist das ganze unter [4]. Ein weiteres Modul für das Parsen von Kommandozeilen-Parametern finden Sie unter [5].
ROS - Ruby Operating System
Um ein mehr als nur ambitioniertes Projekt handelt es sich wohl bei ROS. Es beschreibt sich selbst als Ruby-centric Operating System", welches versucht, das beste von bereits bekannten Betriebssystemen zu implementieren. Das ganze ist noch in einer sehr frühen Phase und was am Ende daraus wird, kann man wohl noch nicht sagen. Aber die Entwickler sind wohl sehr motiviert und man kann ihnen nur viel Glück dabei wünschen. Wer mehr über dieses interessante Projekt erfahren möchte, findet unter [6] entsprechende Informationen.
rweb
Bei
rweb handelt es sich um einen Ersatz für das CGI-Modul aus der Ruby Standard-Bibliothek. Das ganze ist noch in einem sehr frühen Stadium. Für die Zukunft ist die Unterstützung von Sessions,
mod_ruby und mehr geplant. Für Webentwickler bestimmt einen Blick wert. [7]
mortar
Unter Perl-Programmierern ist das Templating- und Komponenten-Framework Mason [8] für die Entwicklung von Web-Anwendungen sehr beliebt. Für Ruby gibt es nun mit
mortar etwas sehr ähnliches, welches zum Zeitpunkt des Schreibens ca. 90 Prozent von Mason umsetzt und eigene Fähigkeiten hinzufügt, die speziell für Ruby geeignet sind. Ein interessantes Projekt. [9].
Ruby saprfc
Dieses Modul ist vor allem für SAP-Anwender von Interesse. Man kann damit die RFC (Remote Function Call)-Schnittstelle von SAP mit Ruby ansprechen. Dadurch lässt sich das ganze sauber und elegant programmieren, wie man es von Ruby gewohnt ist. [10]
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden. Links