Zum Zeitpunkt des Schreibens ist in der Java-Welt gerade wieder die Diskussion aufgekommen, ob Sun Java nicht unter einer Open Source-Lizenz zur Verfügung stellen sollte. Viele sehen darin die große Chance für Java, andere dessen Untergang. Python im Gegensatz zu Java war von Anfang an Open Source und hat davon immer profitiert. Die Lizenz ist sehr liberal und erlaubt auch die Verwendung von Python in kommerziellen Anwendungen. Ein internationales Team von hervorragenden Entwicklern und Python-Fans kümmert sich um die Sprache. Da Python bereits eine sehr breite Benutzerbasis hat, ist die Zukunft der Sprache gesichert. Was es neues aus der Python-Welt gibt können Sie hier lesen.
PyGoogle
Google ist mittlerweile der Innbegriff aller Suchmaschinen. Seit einiger Zeit bietet Google auch eine Web Service-Schnittstelle an, welche man mit SOAP ansprechen kann. Auf diese Weise kann man z.B. die Google-Suchergebnisse in eigenen Programmen verwenden. Das PyGoogle-Modul stellt Python-Programmierern den Zugriff auf die Google Web Services-Schnittstelle. Mehr zu diesem interessanten Modul unter [1].
Toolserver Framework
Wer nicht nur auf Google zugreifen will, sondern generell auf einfache Weise Web Services schreiben möchte, der sollte mal das Toolserver Framework näher betrachten. Laut Aussage des Autors ist es nicht so umfangreich wie z.B. Twisted [2], dafür aber sehr einfach und schlank. Und welcher Programmierer mag es nicht gerne einfach? Zu finden ist das Toolserver Framework unter [3].
pygsl
Dieses Modul ist vor allem für Mathematiker und Freunde der Numerik interessant. Es ist ein Python-Wrapper um die GNU Scientific Library (GSL). Diese leistungsfähige Bibliothek stellt für alle an der Mathematik Interessierten oder darauf Angewiesenen viele interessante Dinge zur Verfügung wie z.B. komplexe Zahlen, Eigensysteme, schnelle Fourier-Transformationen und vieles mehr. Da die GSL in C implementiert ist, läuft das ganze auch sehr performant ab. [4]
Tarawa Webserver-API
Aus der Java-Welt sind Servlets nicht mehr wegzudenken. Tarawa stellt eine ähnliche API für Python zur Verfügung. Das ganze ist noch in der Entwicklung, schaut aber vielversprechend aus. Wie weit sich das ganze allerdings gegen bestehende Lösungen wie Webware [5] durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Webware bietet bereits eine stabile und leistungsfähige Servlet-API und noch vieles mehr. Mehr zu Tarawa unter [6].
ADOdb
ADOdb ist eine Bibliothek für den Zugriff auf relationale Datenbanken. Es abstrahiert den Zugriff auf die verschiedenen Systeme wie PostgreSQL oder Oracle durch eine extra Schicht, welche die Schnittstellen der jeweiligen Datenbank-Systeme vor dem Benutzer versteckt. Ursprünglich wurde das ganze für PHP entwickelt und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Nun gibt es
ADOdb auch für Python. Es wird momentan nur ein Teil der PHP-Version unterstützt, ist aber schon einsatzbereit. [7]
bazaar
Ein weiteres interessantes Modul für den Zugriff auf Datenbanken ist
bazaar. Im Gegensatz zu dem gerade erwähnten
ADOdb versucht
bazaar beim Zugriff auf Datenbanken die Möglichkeiten objektorientierter Programmiersprachen auszunutzen. Man manipuliert Daten nicht durch SQL, sondern direkt durch Python-Objekte.
bazaar ist unter [8] zu finden. Ein ähnliches Projekt ist
SQLObjekt. [9]
cgi_app
Hierbei handelt es sich um eine Python-Portierung von Perls
CGI::Application. Es erlaubt dem Webentwickler die Trennung von Darstellung und Business-Logik. Mit Sicherheit eine Alternative zur Standard CGI-Bibliothek von Python. [10]
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden.
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