Python eignet sich nur für kleine Skripte. Ein oft zu findendes Vorurteil. Mit Python wurden aber schon viele größere Anwendungen geschrieben, und viele Firmen setzen es ein, z.B. Google. Der Application Server Zope [1] ist ein Beispiel dafür dass man mit Python auch große und komplexe Anwendungen schreiben kann. Zope ist mittlerweile sehr beliebt geworden, da es sehr leistungsfähig ist und mittlerweile gibt es auch hervorragende Dokumentation dazu. Zope wird mit der momentan sich in der Entwicklung befindenden Version 3 sicher noch viele neue Freunde finden und auch Python zu weiterer Verbreitung helfen.
Plone
Plone ist ein mittlerweile sehr populär gewordenes Content Management-Systen (CMS), welches auf Zope basiert. Die neue Version 2 enthält u.a. eine verbesserte Benutzerschnittstelle und verbesserte Möglichkeiten für Security. Es werden Benutzerdaten aus LDAP, Active Directory oder gewöhnlichen relationalen Datenbanken unterstützt. Mit Python können jederzeit Erweiterungen zu Plone hinzugefügt werden. Wer ein leistungsfähiges Content Management-System sucht, aber nicht gleich viele, viele Euros dafür ausgeben möchte, der sollte sich Plone mal näher anschauen. Die Open Source-Software ist ein tolles Beispiel für die Mächtigkeit von Zope und Python. Mehr dazu unter [2].
dbx
Hierbei handelt es sich um eine Abstraktionsschicht für den Zugriff auf relationale Datenbank mit Python. Da gibt es zwar mit der Python DB-API [3] schon eine offizielle API für Python, aber
dbx soll gerade für Anwendungen, die nur mal schnell eine SQL-Query ausführen möchten, einfacher sein als die Python DB-API. [4]
DBO
Bei
DBO handelt es sich um ein weiteres interessantes Modul für Datenbank-Anwendungen. Es bildet Einträge in Tabellen von relationalen Datenbanken in Python-Objekten ab. Damit muss an sich nicht so viel mit SQL rumschlagen. Ob man das will, hängt oft vom persönlichen Geschmack des Entwicklers ab. [5]
ZSI
Von der SOAP-Bibliothek
ZSI ist Version 1.5 erschienen. Sie enthält einige wichtige Bugfixes und verbessert die Zusammenarbeit mit anderen SOAP-Implementierungen. Wer Web Services mit Python schreiben will oder auf bestehende zugreifen möchte, sollte sich
ZSI oder das auf der selben Website zu findende
SOAPpy mal näher anschauen. [6]
Pylets
Bei Pylets handelt es sich um ein Framework für
modpython [7]. Es befindet sich noch in der Entwicklung, schaut aber ganz vielversprechend aus. Es setzt u.a. auf Aspektorientierte Programmierung (AOP), eine Technologie, die in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Für Webentwickler einen näheren Blick wert. [8]
Pyxel
Wer des öfteren Daten grafisch darstellen möchte, für den ist evtl.
Pyxel ein interessantes Modul. Es soll das Arbeiten mit Blockdiagrammen und Graphen leichter und portabler machen. [9]
GtkSpell Python-Bindings
Rechtschreibprüfung ist manchmal eine sehr nützliche Hilfe. Wer grafische Anwendungen mit Gtk+ und dessen Python-Bindings
PyGTK schreibt, der kann die Funktionalität der GtkSpell-Bibliothek auch von Python aus nutzen mit den entsprechenden Python-Bindings. Die Verwendung ist nicht weiter kompliziert und erlaubt es, auf einfache Weise Anwendungen um ein sinnvolles Feature zu erweitern. [10]
DataTest
Das automatische Testen mit Hilfe von Unit Tests hat sich mittlerweile auf breiter Ebene durchgesetzt. Pythons Standardbibliothek enthält dafür das Modul
unittest. Python Entwickler Ian Bicking war aber nicht ganz zufrieden mit
unittest und hat
DataTest entwickelt. Es ist kompatibel mit
unittest, bietet aber einige zusätzliche Features, z.B. Testmethoden, die mit unterschiedlichen Parametern aufgerufen werden können. [11]
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden. Links