Die Ruby-Community wächst stetig. Immer öfter ist Ruby auch auf Konferenzen zu finden. Eine eigene Konferenz, die sich nur mit Ruby beschäftigt, ist die EuRuKo 2004. Es handelt sich dabei um eine Europäische Ruby-Konferenz, welche zwar nicht die Dimension von großen Java-Konferenzen erreicht, aber evtl. gerade aufgrund des kleinen und familiären Rahmens einen Besuch wert ist. Wer immer schon mal andere Ruby-Fans treffen oder einfach nur mehr darüber lernen möchte, was man mit dieser faszinierenden Programmiersprache alles machen kann, der sollte am 9. und 10. Oktober 2004 auf der EuRuKo vorbeischauen. Mit 20 Euro ist der Eintritt sehr billig. Die Konferenz findet in München statt. Mehr dazu finden Sie unter [1].
interface
Java-Programmierer kennen das Konzept von Interfaces. Es handelt sich dabei um sog. Schnittstellen, die eine Klasse dann implementieren kann. Interfaces enthalten im Gegensatz zu Klassen keine Implementierungen. Wer so etwas auch gerne für Ruby hätte, findet ein Modul dafür unter [2]. Auf dieser Seite finden sich auch noch weitere nützliche Tools für Ruby-Programmierer. Es lohnt sich also, mal vorbeizuschauen.
EzGtk
Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Ruby eine interessante Sprache für GUI-Anwendungen ist. Das
EzGtk-Projekt will die Programmierung von GUIs mit Ruby noch einfacher machen. Es ist eine Abstraktionsschicht, welche auf
ruby-gtk2 [3] basiert. Die Verwendung von
ruby-gtk2 ist schon sehr einfach. Wenn es
EzGtk gelingt, den Entwicklungsprozess noch mal einfacher zu machen, sollte man sich das als GUI-Entwickler auf jeden Fall näher anschauen. Mehr zu dem Projekt unter [4].
addlib
Im Rahmen dieses Projekts sollen nützliche Klassen gesammelt werden, die für viele Ruby-Anwender und Anwendungen nützlich sind und die auch gut in die Standard-Bibliothek von Ruby passen würden. Das ganze ist noch im Anfangsstadium. Wer gute Ideen für nützliche Klassen und Module hat, sollte sich evtl. an dem Projekt beteiligen. Vielleicht findet die Klasse bzw. das Modul ja dann auch den Weg in die Standard-Bibliothek. Open Source-Projekte wie Ruby leben von der Community und im Rahmen dieses Projektes können Entwickler etwas dazu beitragen. [5]
cs/Template
Templating-Systeme haben in den letzten Jahren gerade im Bereich der Webentwicklung viele Freunde gefunden. Oft ist bei solchen Systemen auch die Performance ein wichtiges Kriterium, vor allem wenn dynamische, umfangreiche und stark frequentierte Webanwendungen entwickelt werden.
cs/Template ist so ein Templating-System für Ruby und da es in C geschrieben ist, überzeugt auch die Performance. Es bietet viele interessante Features wie z.B. die Adressierung über Pfade oder das Evaluieren von Ruby-Ausdrücken. Mehr dazu unter [6]-
QtRuby
Die Qt-Library zum Erstellen von grafischen Anwendungen (u. a. basiert KDE auf Qt) ist in der Linux-Gemeinde sehr beliebt (Qt läuft aber auch unter Windows). Qt selbst ist in C++ geschrieben und da C++ leider oft komplizierter ist als eine Programmiersprache eigentlich sein sollte, werden sich einige bestimmt darüber freuen, dass man Qt-Anwendungen jetzt auch in Ruby schreiben kann. Damit sollte das Erstellen von GUI-Anwendungen somit wesentlich einfacher sein. Neben den Qt-Klassen können auch viele KDE-Klassen verwendet werden. Auch der Qt-Designer kann benutzt werden. Mehr dazu findet man unter [7]. Bleibt zu hoffen, dass die Ruby-Bindings so beliebt werden wie die Python-Bindings für Qt. [8]
iowa
Längere Zeit war es still um dieses interessante Projekt.
iowa ist ein Framework für Webanwendungen mit vielen interessanten Ideen. Ein näherer Blick lohnt sich, vor allem für Webentwickler. [9]
Markus Jais ist Software-Entwickler. In seiner Freizeit trifft er sich mit Freunden, geht Wandern und beschäftigt sich mit Ruby, Perl, Python, Java, PHP, XML, MySQL, PostgreSQL und lernt Spanisch und Französisch. Im Internet ist er unter www.mjais.de/ zu finden. Links