


Facelifting?
Die Distributoren locken mit neuen Desktop-Angeboten
Linux auf dem Desktop war lange Zeit kein Thema. Zwar haben Gnome mit Version 2.0 und KDE seit dem 3.0er Release deutlich an Attraktivität gewonnen, doch bietet eine am Desktop orientierte Strategie für Distributoren bisher kaum größere Geschäftsaussichten. Seine Stärken hat Linux - zumindest bisher - zu deutlich im Server-Bereich, als dass sich bei dem relativ geringen Marktanteil auf Desktops hieraus gewinnträchtige Strategien ableiten ließen.
Einfachheit ist Trumpf
eXtreme Programming und produktive Techniken
Viele Softwareprojekte sprengen ihren Zeit- und Finanzrahmen, obwohl (oder gerade weil?) ausführlich Pläne gemacht wurden, und manchmal ist das Endresultat sogar nur die ausgefeilte Dokumentation für das nicht implementierte Design. Agile Methodologien [Agil], unter ihnen unser Favorit Extremes Programmieren (XP), wenden sich gegen solche streng formalisierten Vorgehensweisen. Die Hauptzutaten für XP sind im Wesentlichen die best practices, die erfolgreiche Programmierer seit Jahrzehnten einsetzen. Ihre Anwendung wird hier allerdings ins Extrem gesteigert, wodurch einige Praktiken entstehen, die bei Außenstehenden erst einmal Verwunderung auslösen.
Weder Bob noch Thomas
Programmieren mit der DYnamic LANguage - Teil II
Im ersten Teil unseres Beitrages in Linux Enterprise 9/2002 haben wir Ihnen bereits die Syntax und die funktionalen Aspekte von Dylan vorgestellt. Im folgenden setzen wir uns mit dem leistungsfähigen Objektsystem und der flexiblen Syntax auseinander, die durch Neudefinition von Makros die Sprache erweiterbar macht. Danach gehen wir auf das Modulsystem ein und zeigen, wie das Geheimnisprinzip ermöglicht werden kann und wie Bezeichnerkonflikte durch Umbenennung vermeidbar werden. Schließlich zeigen wir, wie präzise Typangaben und die Versiegelung von verschiedenen Objekten die Arbeit des Compilers vereinfachen und so ein performantes Laufzeitverhalten ermöglichen, das sich mit dem von C messen kann, ohne dafür die Vorteile einer sicheren Sprache zu opfern.
Weder Bob noch Thomas
Programmieren mit der DYnamic LANguage - Teil I
Dylan ist eine moderne Programmiersprache, die Elemente der funktionalen und objektorientierten Paradigmen vereint. Dazu bedient sie sich einer eher konventionellen Syntax, ohne jedoch auf die Flexibilität zu verzichten, die ein leistungsfähiges Makrosystem bietet. Unterstützt werden diese Eigenschaften von einem Modulsystem, das Importe und Exporte von Modulen aus anderen Bibliotheken und Objekten aus anderen Modulen ermöglicht. Dabei können Umbenennungen vorgenommen werden, um Namenskonflikte zu umgehen.
Wir wollen unseren Wettbewerbern deutliche Marktanteile abringen
Martin Häring von Sun Microsystems
Mit den neuen LX50-Servern, die mit einem angepassten Sun Linux 5.0 ausgeliefert werden, engagiert sich Sun Microsystem nun auch im Low End-32-Bit-Serverbereich. Während Konkurrent IBM Programme zur Solaris-zu-Linux-Migration propagiert, setzt Sun auf eine Komplementarität von Solaris und Linux. Wir sprachen mit Marketing-Direktor Martin Häring über Suns aktuelle Linux-Strategie im Hardware- und Softwarebereich.
A Code Monkey at Work
Erste Schritte bei der Programmierung mit dem Mono-Projekt
Das Mono-Projekt wagt den Spagat: Es verbindet eine ursprünglich von Microsoft stammende Technologie, namentlich das .NET-Framework, mit der Welt von Linux. Die Fronten zwischen den Windows-Programmierern und den Anhängern von Linux scheinen sich aufzulösen und der Streit um den Sinn oder Unsinn einen solches Projektes scheint vorerst beendet zu sein. Zeit für die Linux Enterprise-Redaktion, einen ersten Praxistest mit den Mono-Tools zu wagen.
Pinguine in the Pocket
Vier Linux-PDAs im Test
Auch wenn der PDA-Markt im vergangenen Jahr sowie im ersten Quartal 2002 zurückging, sind die kleinen Helfer doch immer noch recht beliebt. Im Business-Umfeld ist es für viele gar nicht mehr vorstellbar, ohne den eigenen Kleinstcomputer auszukommen. Palm verteidigt den Posten des Marktführers noch immer, doch die Konkurrenz besteht nicht mehr nur in Handhelds mit Windows, sondern immer mehr Hersteller setzten auf das freie Linux.
United they stand!
United Linux und die Linux Standard Base
Mit UnitedLinux haben sich die vier Linux-Distributoren SuSE, Caldera, Turbolinux und Conectiva zusammengetan, um neue Märkte zu gewinnen und Ressourcen zu sparen. UnitedLinux soll der neue Standard für eine weltweit einheitliche Linux-Distribution werden. Als Hauptkunden haben die Beteiligten dabei den lukrativen Markt der Unternehmen im Auge. Dass hier auch ein gesundes Maß an organisiertem Marketing investiert wird, zeigt sich daran, dass der Spiegel [Spiegel], das Manager-Magazin [ManagerMagazin], die Financial Times Deutschland [FTD] und viele große Tageszeitungen UnitedLinux schon als Thema hatten, obwohl es gerade erst in eine (nicht-öffentliche) Beta-Testphase geht, während wir diesen Artikel verfassen.
Enterprise-Tools für die Profiliga
PHP-Produkte von Maguma und Zend
Die Beliebtheit und der verstärkte Einsatz der Open Source-Webskriptsprache PHP [1] hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Wo bei anderen Technologien nach einer gewissen Hype-Phase das Wachstum stagniert, scheint dieses bei PHP noch kein Ende zu nehmen. Die Zielgruppe reicht vom kleinen Hobbyprogrammierer bis hin zu Entwicklungsteams größerer Unternehmen. Gerade letztere Gruppe hat in der Regel aber andere Ansprüche an Tools und Dienstleistungen für eine Technologie. In Sachen Support gibt der Markt noch sehr wenig her. So ist zum Beispiel ThinkPHP [2] eines der wenigen Unternehmen, das professionellen PHP-Support mit einer garantierten Reaktionszeit bietet. Bei Tools rund um die Entwicklung von PHP sieht es jedoch ganz anders aus. Neben einer Großzahl kostenloser Produkte gibt es zwei Unternehmen, die ihre gesamte Produktpalette der beliebten Webskriptsprache widmen: die Maguma AG aus Bozen, Italien, und Zend Technologies Ltd. aus Ramat Gan, Israel. Linux Enterprise nahm sich die Produkte genauer unter die Lupe und sprach jeweils mit der Unternehmensführung.
Linux-Cluster sind im Kommen
Dr. Karsten Gaier von der science + computing AG
Im Cluster-Bereich wird Linux immer mehr zur favorisierten Lösung, was nicht nur auf die Leistungsfähigkeit des Systems, sondern auch auf den wachsenden Kostendruck in der Industrie zurückzuführen ist. Die science + computing AG aus Tübingen betreut vor allem Linux-Cluster in der Automobilindustrie. Wir sprachen mit Vertriebs- und Marketingleiter Dr. Karsten Gaier über die wachsenden Einsatzmöglichkeiten von Linux im Computer Aided Engineering.
Klein, aber oho!
Der Editor vi
vi ist ein visual interface zum Zeileneditor ex (wie ed) und wurde von Bill Joy zu einer Zeit entworfen, in der man noch mit Terminals und 300 Baud Verbindungsraten kämpfte. Der Editor wurde so programmiert, dass man editieren und sich produktiv fühlen konnte, auch wenn der Bildschirmaufbau sehr träge war. Die Arbeit an vi begann mit dem Code von em (editing for mortals) von George Coulouris am University College in London. Bill meinte jedoch, dass editing einfacher und produktiver sein sollte und im Sommer `76 enstand in drei Monaten vi. Stoff von gestern? Von wegen, macht mal ein telnet/ssh mit eurem Handy und ihr werdet diese Eigenschaften schätzen lernen.
Alberne Klammern?
Lisp - Die programmierbare Programmiersprache
Pascal is for building pyramids - imposing, breathtaking structures built by armies pushing heavy blocks into place. Lisp is for building organisms ... - Alan Perlis Die Programmiersprache Lisp hat die letzten 40 Jahre dynamisch gemeistert und darf als ausgereift bezeichnet werden. Lisp-Code kann sowohl interpretiert als auch kompiliert werden, was neben einer bequemen, inkrementellen Entwicklung auch eine vernünftige Ausführungsgeschwindigkeit ermöglicht. Lisp ist sehr viel weiter verbreitet als man denkt: Vom Finanzbereich bis zum Telekommunikationsanbieter findet man Erfolgsstorys von Lisp [Erfolg]. Die bekannteste dürfte wohl der Artikel des Lisp-Gurus Paul Graham [Viaweb] sein, der seinen (in Lisp programmierten) eCommerce Store Viaweb für $50 Millionen an Yahoo verkaufen konnte.
Unter Verdacht
Datamining mit R
Im ersten Teil beschreiben wir R, eine (Statistik)-Programmiersprache, die auf S basiert. Dann geben wir eine kurze Einführung in Datamining und zeigen an praktischen Beispielen, wieso R dabei sehr viel Zeit sparen kann. Da wir die mathematischen und statistischen Hintergründe hier nicht eingehend erklären können, verweisen wir für die Grundlagen auf die einschlägige Fachliteratur. Unser Ziel ist, dem Leser eine Vorstellung von Datamining zu vermitteln.
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